Arbeitslosigkeit bei Führungskräften steigt auf Rekordhoch

Manager geraten zunehmend unter Druck: Die Zahl arbeitsloser Führungskräfte in Deutschland ist so hoch wie seit einer Dekade nicht mehr.

08.01.26 20:57 Uhr | 12 mal gelesen

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt verschont offenbar auch das obere Management nicht, wie aktuelle Auswertungen der Bundesagentur für Arbeit nahelegen – zumindest zitiert das 'Handelsblatt' (Freitag-Ausgabe) entsprechende Zahlen. Betrachtet man alle Branchen zusammen, lag die Zahl arbeitslos gemeldeter Führungskräfte im Jahr 2025 im Durchschnitt bei etwa 49.000. Im Vorjahr (2024) waren es noch circa 43.000 – eine Zunahme von rund 14 Prozent, was dem höchsten Wert seit dem Jahr 2015 entspricht. Interessant (und eigentlich fast ironisch): Gerade diese Berufsgruppe ist in der Statistik vermutlich noch unterrepräsentiert. Denn viele Trennungen werden laut Experten diskret über Vorruhestandslösungen oder durch direkte Wechsel in die Selbstständigkeit geregelt – beide Gruppen erscheinen in der regulären Arbeitslosenstatistik kaum oder gar nicht. Wer also bei den offiziellen Zahlen an der Oberfläche kratzt, könnte feststellen, dass das eigentliche Ausmaß noch größer sein dürfte.

Die Anzahl arbeitslos gemeldeter Manager in Deutschland ist auf das höchste Niveau seit zehn Jahren gestiegen – laut Auswertung der Bundesagentur für Arbeit sind im Durchschnitt rund 49.000 Führungspositionen im Jahr 2025 betroffen, was einen Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zu 2024 darstellt. Die Statistik birgt jedoch eine erhebliche Dunkelziffer, weil viele Manager ihren Arbeitsplatzverlust verdeckt durch Vorruhestand oder Selbstständigkeit umschiffen, wie auch aktuelle Berichte etwa auf FAZ.net oder Spiegel.de bestätigen. Hintergrund dürfte unter anderem der anhaltende Druck auf Unternehmen sein, Kosten zu senken – etwa durch Digitalisierungsschübe, Outsourcing oder den Umbruch in Branchen wie der Automobilindustrie oder im Finanzsektor. Aktuelle Medienberichte beleuchten zudem, dass der Manager-Arbeitsmarkt speziell im Zuge von Fusionen, strategischen Neuausrichtungen und Umstrukturierungen ins Rutschen geraten ist und sich viele der betroffenen Führungskräfte neu orientieren müssen, etwa als Berater oder Interim-Manager.

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