Am Wochenende gab ausgerechnet Donald Trump den Tod seines einstigen Gegenspielers Robert Mueller öffentlich bekannt – und nutzte die Gelegenheit für einen Seitenhieb. „Endlich ist Schluss, ich bin froh, dass er nicht mehr da ist. Jetzt kann er keinem Unschuldigen mehr etwas antun“, schrieb Trump, ganz unverblümt, auf seiner Plattform 'Truth Social'.
Mueller selbst war von 2001 bis 2013 an der Spitze des FBI und übernahm ab 2017 die Rolle des Sonderermittlers, als sich der Verdacht verdichtete, dass Trumps Wahlkampfteam und Russland möglicherweise gemeinsame Sache gemacht hätten. Die Untersuchungen, die beinahe zwei Jahre andauerten, ließen die amerikanische Öffentlichkeit kaum zur Ruhe kommen – angebrachte Zweifel, hitzige Gemüter überall. Laut New York Times verstarb Mueller bereits am Freitag im Alter von 81 Jahren.
Mit Robert Mueller verliert die US-Justiz eine ihrer prägendsten Figuren der letzten Jahrzehnte. Seine Ermittlungen in der sogenannten Russland-Affäre führten zwar nicht zu einer endgültigen Anklage gegen Trump, legten aber wesentliche Schwachstellen im politischen System der USA offen und bestimmten die Schlagzeilen seiner Zeit. Zahlreiche Medien wie die 'New York Times' und 'Washington Post' betonen, dass Mueller, trotz aller Kritik, für Integrität und ein unermüdliches Pflichtbewusstsein stand – bis zuletzt. Zusätzlich wurde in den letzten Stunden in mehreren Berichten reflektiert, wie die politischen Gräben durch Muellers Arbeit und Tod erneut sichtbarer werden – Trump nutzt Muellers Ableben sogar zu nachträglichen Spitzen und um seine frühere Feindschaft zu betonen.