USA und Russland nehmen hochrangigen Militärkontakt wieder auf

Nach über vier Jahren Funkstille sprechen militärische Spitzenvertreter der USA und Russlands wieder direkt miteinander. Das vermeldete das US-Europakommando nach Gesprächen mit Delegationen aus Russland, den USA und der Ukraine in Abu Dhabi.

heute 15:43 Uhr | 3 mal gelesen

Die militärischen Gesprächskanäle zwischen den USA und Russland wurden im Herbst 2021 geschlossen – wenige Monate vor Ausbruch des Ukrainekriegs. Jetzt, nach hartnäckigen Verhandlungen in Abu Dhabi, sind diese Kanäle wieder offen: General Alexus G. Grynkewich von den US-Streitkräften traf sich mit seinen russischen sowie ukrainischen Gegenübern zu Gesprächen, die als entscheidend für Stabilität bezeichnet werden. Es ist bemerkenswert, wie wichtig solcher Dialog ist, besonders wenn die politische Landschaft so fragil erscheint; tatsächlich wird Transparenz immer dann, wenn Drohgebärden lauter werden, zum seltenen, aber umso wertvolleren Gut. General Grynkewich, der auch eine bedeutende Rolle bei der Nato spielt, hat das Mandat, direkt mit General Valery Gerasimov, dem russischen Generalstabschef, zu sprechen. Diese direkten Kanäle sollen vor allem helfen, Missverständnissen vorzubeugen und unbeabsichtigte Eskalationen – in diesen turbulenten Zeiten ein durchaus realistisches Risiko – zu vermeiden. Interessant: Deeskalation klingt immer simpel, ist in der Praxis aber eine hochkomplexe Balanceübung mit unzähligen Stolperfallen.

Nach langen Unterbrechungen kommen die Militärs der USA und Russlands wieder ins Gespräch – was Beobachter als kleinen, aber nicht zu unterschätzenden Schritt Richtung Beruhigung an der Konfliktfront sehen. Aktuell fordert insbesondere der Ukrainekrieg Transparenz und Kommunikationsbereitschaft, um Fehldeutungen mit potenziell katastrophalen Folgen zu vermeiden. Ergänzende Recherchen in internationalen Medien zeigen: Auch wenn der politische Ton weiterhin scharf bleibt, werden Dialoge auf militärischer Ebene vielerorts als dringend notwendig eingestuft – der latente Vertrauensverlust sitzt allerdings tief. Laut Zeit.de betonen Experten, dass solche Dialogmechanismen in Zeiten höchster Unsicherheit helfen könnten, gegenseitige Risikoabschätzungen realistischer zu gestalten, auch wenn keine schnellen politischen Durchbrüche zu erwarten seien. Die aktuelle Wiederaufnahme könnte somit den Grundstein für weitere vorsichtige Annäherungen oder wenigstens für ein besseres Krisenmanagement legen. Zudem berichten mehrere Medien (z.B. FAZ.net und Spiegel.de), dass sich auch andere internationale Player für einen Ausbau von Kommunikationskanälen zwischen Großmächten aussprechen, besonders vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalationen rund um die Nato-Ostflanke.

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