TÜV Rheinland setzt neue Standards für Transparenz bei Batteriespeichern

In Zeiten der Energiewende sind Batteriespeicher gefragt wie nie: Sie federn die Schwankungen bei erneuerbaren Energien ab und werden zum Rückgrat unserer Stromversorgung. Doch hinter der sauberen Energie schlummern Herausforderungen, vor allem wenn es um Herkunft, Nachhaltigkeit und Fairness in der Produktion geht. TÜV Rheinland will nun mit einem Audit-Service für gläserne Lieferketten in der Batterieindustrie echte Transparenz schaffen – und mehr Sicherheit für Unternehmen, Investoren und Gesellschaft bieten.

heute 15:42 Uhr | 2 mal gelesen

Der Blick hinter die Kulissen der Batteriewelt

Energiewende klingt manchmal nach Zukunftsmusik – tatsächlich ist sie voller handfester Fragen. Zum Beispiel: Woher stammen all die Rohstoffe, die in den kleinen Kraftpaketen stecken? TÜV Rheinland hat auf diese wachsende Unsicherheit reagiert und ein Prüfsystem ins Leben gerufen, das Lieferketten von Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) von Anfang an unter die Lupe nimmt. Der neue Standard (2 PfG 3140/07.2025) ermöglicht einen klaren Blick auf jeden Schritt, von der Rohstoffförderung über Verarbeitung und Montage bis zum Verkauf.
Ach ja, die Sache mit Lithium & Co. Viele Unternehmen fragen sich (und werden gefragt), ob die Materialien wirklich fair und umweltbewusst gewonnen wurden – mit dem TÜV-Service lässt sich das belegen. Digitale Dokumentation, Nachweise zu Produktion und Transport, sogar Chargenprüfungen vor Ort: Das alles soll lückenlose Transparenz bringen und die Forderungen der neuen EU-Batterieverordnung (EU 2023/1542) erfüllen.
Für Hersteller und Betreiber, aber auch für kritische Investoren, wird das immer wichtiger: Wer mit der Branche Schritt halten will, braucht saubere Nachweise, dass Mensch und Natur entlang der Lieferkette nicht auf der Strecke bleiben.
"Wir setzen damit tatsächlich neue Maßstäbe in der Industrie", findet Maximilian Lieberz, der beim TÜV Rheinland für die Entwicklung solcher Standards verantwortlich ist. Unternehmen, die sich jetzt zertifizieren lassen, signalisieren: Wir nehmen Nachhaltigkeit ernst – und das ist in diesem Markt das entscheidende Signal nach außen.

Für Rückfragen oder weiterführende Infos steht die Pressestelle beim TÜV Rheinland bereit (Telefon: +49 221 806-2148 oder per Mail an contact@press.tuv.com). Zusätzliche Materialien, Bilder und Hintergründe finden sich online: www.tuv.com/presse.

Im Zentrum des neuen Prüfangebots von TÜV Rheinland steht die lückenlose Rückverfolgbarkeit für Batterie-Energiespeichersysteme – von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Produkt. Durch den Prüfservice wird es beispielsweise möglich festzustellen, ob Lithium oder Kobalt aus verantwortungsvollen Quellen stammen und ob alle rechtlichen Vorgaben eingehalten wurden. Der Service ist besonders im Licht der aktuellen EU-Batterieverordnung (EU 2023/1542) relevant, die strengere Vorgaben zum Nachweis nachhaltiger und verantwortungsvoller Lieferketten verlangt. Die Nachfrage nach Batteriespeichern in Europa steigt rasant, insbesondere durch den Ausbau erneuerbarer Energien und das Wachstum der Elektromobilität, was die Notwendigkeit solcher Prüfungen unterstreicht. Laut Berichten in jüngster Zeit diskutiert die Branche außerdem Herausforderungen wie den Einsatz von Recycling-Materialien, Engpässe bei kritischen Rohstoffen und die Kosten für Zertifizierungen. Unter dem Druck von Politik und Öffentlichkeit setzen immer mehr Unternehmen auf nachvollziehbare, nachhaltige Produktionsketten – nicht zuletzt, weil Investoren und Kunden verstärkt Transparenz verlangen.

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