VCI verlangt Tempo bei Wirtschaftsreformen – Industrie prangert lähmende Rahmenbedingungen an

Frankfurt am Main – Die deutsche Chemiebranche sieht sich am Scheideweg: Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert mit Nachdruck politische Entlastungen und mutige Reformen, um dem industriepolitischen Stillstand in Deutschland und Europa zu begegnen. Ein außergewöhnlicher Appell, visualisiert durch imposante Leucht-Schnecken im Herzen Berlins, soll die Dringlichkeit vermitteln. 'Mit angezogener Handbremse fährt niemand ins Ziel – wir brauchen jetzt den Aufbruch in der Wirtschaft,' so der Tenor.

18.03.26 22:40 Uhr | 3 mal gelesen

Nicht oft greift der Verband der Chemischen Industrie (VCI) zu spektakulären Mitteln, doch diesmal rollt er die Schnecken ins Regierungsviertel: Während bunte Lichter auf die Schneckenformen in den Farben der deutschen und europäischen Flagge tanzen, macht VCI-Geschäftsführer Wolfgang Große Entrup seinem Frust Luft. 'Es ist fünf nach zwölf – nicht nur für unsere Unternehmen, sondern für den Standort Deutschland insgesamt.' Die Unsicherheiten durch geopolitische Streits, schrille Dumpingpreise aus China und die andauernden Konflikte im Mittleren Osten hätten der hiesigen Industrie eine Zerreißprobe auferlegt. 'Jetzt hilft nur kräftige Entlastung – und nicht erst irgendwann, sondern sofort', betont Große Entrup mit Nachdruck.

Auch die Politik registriert den Weckruf. Kanzler Friedrich Merz (nur hypothetisch für diesen Kontext genannt) betont kurz vor dem EU-Wettbewerbsgipfel, dass Europa ambitionierter werden müsse, um global mitzuhalten. 'Wir dürfen nicht länger zusehen, wie wir im Schneckentempo den Anschluss verlieren', mahnt er.

Der VCI fühlt sich in seiner Kampagne bestätigt – und mahnt, auf das Bekenntnis der Politik müssten nun Taten folgen: Konkret, umfassend, mutig. 'In unseren Betrieben brodelt es – man redet von Europas Stärke, aber wir nutzen sie nicht', sagt Große Entrup. 'Wer nicht endlich aufs Gas drückt, riskiert das wirtschaftliche Abgehängt-Werden.'

Deshalb verlangt der Verband vom EU-Gipfel nicht weniger als einen Wendepunkt: Ein Maßnahmenpaket, das Innovationen anfeuert, den Mittelstand entlastet und so Europas industrielle Basis stärkt. Es sei schlicht nicht genug, immer wieder Bekenntnisse abzulegen. Reformen müssten nun unumkehrbar eingeläutet werden – in Deutschland ebenso wie auf europäischer Bühne.

Mehr Bild- und Videomaterial der Berliner Aktion ist am Donnerstag, den 19. März ab 8:30 Uhr unter folgendem Link abrufbar: https://vci.canto.de/b/LUK1U

Copyright: VCI

Der VCI, der größte Industrieverband in Europa für Chemie und Pharma, vertritt fast 2.000 Firmen – vom Familienunternehmen bis zum globalen Marktführer. Der Sektor steht mit einem Jahresumsatz von 240 Milliarden Euro im Jahr 2024 und über einer halben Million Beschäftigten an der Innovationsspitze – und fordert ein politisches Klima, das Zukunft in Deutschland und Europa sichert. Weltweit engagiert sich der VCI für die Interessen der Branche.

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Der VCI hat eine öffentlichkeitswirksame Aktion gestartet, um die Bundesregierung und die EU zu beschleunigten wirtschaftspolitischen Reformen zu bewegen – zu lange hätten bürokratische Hürden, hohe Energiekosten und Unsicherheit den Standort belastet. Die Forderungen werden mit Blick auf den EU-Gipfel lauter: Der Verband erwartet steuerliche Entlastungen, die Reduktion energiepolitischer Belastungen und konsequente Innovationsoffensiven für Unternehmen. Aktuell berichten auch weitere Medien über die angespannte Lage der deutschen und europäischen Industrie: Nicht nur der Krieg im Nahen Osten und Chinas aggressive Preispolitik verstärken den Druck, sondern auch der globale Investitionsrückgang in der europäischen Industrie macht den Experten Sorge. Neuste Recherchen zeigen, dass das Thema in der politischen und wirtschaftlichen Berichterstattung ganz oben steht: Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 19.06.2024 über steigende Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie, die fürchtet, zunehmend ins Hintertreffen zu geraten. Auf FAZ.NET wurde am 19.06.2024 die Stimmung innerhalb der Industrieunternehmen beleuchtet – viele sehen die aktuelle politische Lethargie als Bremsklotz für Investitionen und Innovationswillen, es brauche dringend eine Entfesselung des Standorts. Die Zeit berichtete ebenfalls aktuell am 19.06.2024, dass vor allem mittelständische Unternehmen warnen: Setzt die Politik keine investitionsfreundlichen Anreize, könnte ein schleichender Bedeutungsverlust der deutschen Industrie drohen.

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