Vom Gamepad zum Gründergeist: Wie ein Kölner Start-up Gaming fühlbarer macht

Köln – Mit XYRAS bringt Programmierer Sebastian Glomb ein innovatives Gadget in die Spielewelt: Der Headtracker, bislang der einzige, der auf Playstation, Xbox und PC gleichermaßen funktioniert, verwandelt kleinste Kopfbewegungen in geschmeidige Kamerafahrten. So werden Rennspiele, Flugsimulationen und Shooter nicht nur intensiver, sondern schaffen plötzlich eine Nähe, als würde man die Spielfigur mit dem eigenen Körper leiten. Die nötige Hardware ist minimalistisch: Ein winziger Sensor, der am Kopfhörer angebracht wird, übernimmt die Arbeit fast unsichtbar.

heute 16:33 Uhr | 3 mal gelesen

Sebastian Glomb ist kein gewöhnlicher Tüftler aus Köln. Für ihn reicht Gaming weit über das bloße Drücken von Tasten hinaus – es geht um eintauchen, um echtes Erleben. Besonders waschechte Simulatoren wie Weltraum- und Flugszenarien übten auf ihn schon immer eine besondere Faszination aus. Enttäuschend war da nur, wie unbeholfen und teuer viele bisherige Immersionslösungen wirkten. „Mit VR-Headsets fühlt man sich manchmal wie abgeschottet von der Realität, ganz zu schweigen von Kabelsalat oder Unbequemlichkeiten bei langen Sessions“, gesteht Glomb. Und die anderen Tracking-Systeme? Entweder preislich abgehoben oder technisch umständlich wie ein Ikea-Schrank ohne Aufbauanleitung. Weil ihm gute Lösungen fehlten, setzte er sich selbst an den Lötkolben – anfangs, um es einfach mal für sich selbst besser zu machen. Zwischen Prüfungen und Lernstress im Maschinenbaustudium entstand Schritt für Schritt der XYRAS-Tracker. Der Aha-Moment kam früh: Die Kopfbewegungen wurden direkt in die Blickrichtung im Spiel übersetzt – ganz intuitiv. Erst als Freunde drängten, daraus doch mehr zu machen, reifte die Marktpläne: Gemeinsam mit seinem Vater gründete Glomb daraus kurzerhand G-Vision. Produziert wird XYRAS in Deutschland, mit Know-how der Ruhr-Universität Bochum und Rückenwind durch Innovationsförderung (ZIM-Projekte). Papa Glomb steuert die Kontakte und Operatives, Sebastian feilt weiter am Produkt. Seit Dezember 2025 ist XYRAS im deutschen Onlinehandel mit einem Soft-Launch am Start, das große Ziel: Mittelfristig sollen Headtracker-Fans rund um den Globus den Blickwinkel wechseln können. Wer denkt, technischer Fortschritt im Gaming sei ein reines Silicon Valley-Phänomen, hat die Rechnung ohne das Rheinland gemacht. Innovative Technik und echtes „Spiel-Gespür“ made in Germany stehen dem kaum nach.

Das Kölner Start-up G-Vision hat mit XYRAS einen Headtracker entwickelt, der Kopfbewegungen präzise und plattformübergreifend in Spiele übersetzt – ein Novum in der Branche. Die Technik, die vor allem durch einfache Handhabung und hohen Tragekomfort besticht, entstand aus dem persönlichen Frust des Gründers über bestehende – meist zu komplexe oder unbequeme – Lösungen. Entwickelt mit Unterstützung der Ruhr-Universität Bochum und gefördert durch ZIM-Projekte, wird XYRAS seit Ende 2025 zunächst in Deutschland verkauft, eine internationale Expansion ist geplant. XYRAS könnte eine Lücke zwischen klassischem Controller und VR schließen, indem es Immersion ohne VR-Brille bietet und so die nächsten Schritte im Gaming-Markt mitbestimmt. Neuere Berichte zeigen, dass der Headtracking-Markt wächst, da eine Vielzahl an Spielern nach Lösungen sucht, die mehr Komfort und Erlebnis ohne hohe Einstiegshürden bieten. * Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die Immersion im Gaming weiter an Bedeutung gewinnt, große Hersteller arbeiten an Lösungen wie Augen- oder Ganzkörpertracking sowie an bequemen Wearables. Gerade in Europa macht sich in diesen Wochen ein Trend bemerkbar: Junge Entwicklerteams setzen auf Nachhaltigkeit und Nutzerorientierung – dabei steht oft die spürbare Verbesserung des Spielgefühls im Fokus. Nachgefragt werden Gadgets, die die Lücke zwischen klassischer Steuerung und VR schließen können.

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