VW-Chef Blume stößt mit Sparkurs im Aufsichtsrat auf Widerstand

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender bei VW, hat mit seinem Sparkonzept im Aufsichtsrat wohl Schiffbruch erlitten. Die Pläne stießen insbesondere beim Land Niedersachsen und bei den Arbeitnehmern auf erhebliche Vorbehalte.

heute 11:27 Uhr | 5 mal gelesen

Gerüchte aus dem VW-Kosmos, gestreut durch die 'Süddeutsche Zeitung', deuten auf eine herbe Niederlage Blumes im Aufsichtsrat hin: Der Vorstand um Blume bekam am Donnerstag keine Mehrheit für die durchgreifenden Sparmaßnahmen – Niedersachsens Vertreter und die Arbeitnehmerfraktion sagten klar Nein. Das Abstimmungsergebnis? Sieben Ja-Stimmen versus zwölf Gegenstimmen. Eine Blamage, denn offiziell schwieg der Autobauer noch zu dem Vorgang – was nicht unbedingt für Sicherheit spricht. Die Atmosphäre in diesem Gremium soll äußerst angespannt gewesen sein, so hört man. Dass grundsätzliche Veränderungen nötig sind, ist für alle Beteiligten offensichtlich, doch Blumes selbst ausgerufener Kurs – das sogenannte 'Group Target Picture' – war wohl schlicht zu wenig greifbar. "Viele Details fehlten", so ein Insider, "keiner konnte wirklich überblicken, was dieses Sparprogramm dem Unternehmen bringt." Zwischen den Zeilen klingt da nicht nur Skepsis, sondern auch Spott mit: "Er begann wie ein Tiger und ist, noch in der Luft, Richtung Bettvorleger unterwegs. Wie und wo er landet, bleibt abzuwarten – vielleicht als Kuscheltier." Interessant: Niedersachsen präsentierte sogar einen eigenen Vorschlag, wollte so Bewegung ins Spiel bringen – wurde aber prompt von anderen Aktionärsvertretern ausgebremst.

An Blumes missglücktem Sparkurs lässt sich ablesen, wie tief die Gräben bei Volkswagen sind – ein Balanceakt zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und komplexen Machtgefügen im Konzern. Während Sparzwang und Transformation auf den einen Seite dräuen, gibt es auf der anderen Seite viel Skepsis wegen mangelnder Transparenz im Management: Es fehlt offensichtlich an Vertrauen und Offenheit für neue Wege. Jüngste Recherchen zeigen übrigens, dass die Stimmung bei VW insgesamt angespannt bleibt, weil Unsicherheiten über Arbeitsplätze und Zukunftsinvestitionen wachsen. Die Politik aus Niedersachsen pocht auf Mitbestimmung und soziale Verantwortung, während Investoren schnellere, radikalere Schritte fordern – ein Dauerkonflikt. In anderen Artikeln wird betont, dass Blume unter erheblicher Beobachtung steht, da an ihm nicht nur die wirtschaftliche Erholung, sondern auch der kulturelle Wandel hängt.

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