Wachstum bei Beschäftigten im Gesundheitssektor setzt sich fort

Ende 2024 waren etwa 6,2 Millionen Menschen im deutschen Gesundheitssektor tätig – ein Plus von 102.000 Personen, das einem Zuwachs von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

heute 08:35 Uhr | 3 mal gelesen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist der Personalbestand im deutschen Gesundheitswesen 2024 wieder stärker gewachsen. Das ist durchaus bemerkenswert, denn seit dem Spitzenjahr 2021, das noch ganz im Zeichen der Corona-Krise stand, hatte sich das Wachstum deutlich verlangsamt. Die Rede ist von einem aktuellen Anstieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zur Einordnung: Im Jahr 2021 lag dieser Wert noch bei 2,8 Prozent, darauf folgten schwächere Jahre. Interessant: Die auf volle Arbeitszeit umgerechnete Zahl der Beschäftigten (sogenannte Vollzeitäquivalente) lag Ende 2024 bei mehr als 4,4 Millionen und stieg damit um 1,4 Prozent. Besonders dynamisch zeigte sich der Bereich der (teil-)stationären Versorgung mit einem Zuwachs von etwa 64.000 Angestellten oder 3 Prozent. Am stärksten zogen die Beschäftigungszahlen in Krankenhäusern an, gefolgt von Pflege- und Reha-Einrichtungen. Etwas anders sah es im ambulanten Bereich aus, wo insgesamt lediglich ein Zuwachs von 32.000 Personen (+1,3 Prozent) zu beobachten war. In der ambulanten Pflege, bei Therapeuten und Ärzten sind zwar ebenfalls mehr Leute beschäftigt, Apotheken und der medizinische Einzelhandel blieben dagegen nahezu konstant. Besonders auffällig ist der Anstieg bei den Pflegekräften: Die Zahl der Pflegehelfer wuchs um beachtliche 5,2 Prozent, während examinierte Pflegekräfte um 2,6 Prozent zulegten. Unterm Strich blieben im Gesundheitswesen Trends sichtbar, wie sie sich auch schon in den vergangenen Jahren zeigten – etwa dass gerade in der Helfertätigkeit überdurchschnittlich Wachstum stattfindet. Wie nachhaltig das bleibt? Das steht wohl auf einem anderen Blatt; die Herausforderungen bleiben vielschichtig.

2024 hat das deutsche Gesundheitswesen nach schwächeren Zuwachsraten in den Vorjahren wieder mehr Beschäftigte hinzugewonnen – ein Zeichen, dass sich die Branche nach den extremen Pandemie-Zeiten langsam stabilisiert. Dabei zeigt sich ein besonders kräftiges Wachstum bei Pflegehelfern und im stationären Sektor. Die Zunahme von Hilfskräften unterstreicht allerdings auch weiterhin bestehende Probleme: Viele Einrichtungen suchen händeringend nach qualifiziertem Personal, während die Anforderungen und Belastungen zugleich steigen. Ein Blick in aktuelle Berichterstattung und Analysen der letzten 48 Stunden erschließt weitere relevante Entwicklungen: Die taz berichtet über anhaltenden Fachkräftemangel und verweist auf Projekte zur Entlastung des Pflegepersonals sowie Initiativen für bessere Arbeitsbedingungen (Quelle: https://taz.de), während die Süddeutsche Zeitung Entwicklungen zur Finanzierung und Digitalisierung des Gesundheitswesens hervorhebt, insbesondere den politischen Druck zur Verbesserung der ambulanten Versorgung (Quelle: https://www.sueddeutsche.de). Zudem setzt sich die Debatte um den Personalmangel und steigende Ansprüche weiter fort, etwa mit Berichten der Zeit über Ausbildungsinitiativen und Reformvorschläge (Quelle: https://www.zeit.de).

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