Sahra Wagenknecht, Chefin des BSW, lehnt die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages vehement ab. Sie fürchtet eine deutliche Verschlechterung für Erwerbstätige und verweist auf gesundheitliche Risiken bei verlängerten Arbeitszeiten, sowie auf drohende Effizienzverluste. Wagenknecht betrachtet die Debatte um flexiblere Tagesarbeitszeiten kritisch und fordert stattdessen, strukturelle Probleme wie teure Energie und bürokratische Hürden anzugehen. Ergänzende Recherche (Stand: 20.06.2024): Aktuell flammt die Debatte um Mehrarbeit und Arbeitszeitflexibilisierung erneut auf: Laut "Süddeutsche Zeitung" diskutieren Arbeitgeber und Teile der Politik drängender, wie sich Arbeitszeiten lockern lassen, um dem Mangel an Arbeitskräften entgegenzuwirken. Gewerkschaften betonen dagegen, dass verkürzte Ruhezeiten und Mehrarbeit die Belastung der Beschäftigten weiter erhöhen und gesundheitliche Schäden verursachen können. Die Bundesregierung hält sich überwiegend zurück, während das Thema auch europaweit kontrovers bleibt (Quelle: "sueddeutsche.de"). Zudem berichtet "Der Spiegel" von einer wachsenden Zahl von Überstunden – bezahlt wie unbezahlt – die zufolge neuer Daten einen Höchststand seit zehn Jahren erreicht haben. Vielen Beschäftigten fehlt demnach die Zeit für Erholung, was sich negativ auf das Privatleben und die Produktivität auswirkt (Quelle: "spiegel.de"). Die "FAZ" hebt hervor, dass Befürworter der Aufweichung flexiblere Lebensmodelle und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben anführen. Allerdings gibt es Zweifel, ob tatsächlich mehr Freizeit für die Arbeitnehmer entsteht, oder letztlich bloß längere Arbeitstage hinauskommen. Die Debatte bleibt also, wie so oft, gespalten (Quelle: "faz.net").
heute 16:56 Uhr