Wall Street unter Druck – Unsicherheit um Iran-Konflikt, Jobzahlen und KI zieht Märkte nach unten

Am Freitag zeigten sich die US-Börsen einmal mehr angeschlagen. Steigende Spannungen rund um den Iran-Krieg, durchwachsene Arbeitsmarktdaten und Zweifel am KI-Boom ließen Anleger nervös werden.

06.03.26 23:00 Uhr | 4 mal gelesen

Freitagabend mit einem unguten Gefühl: Der Dow sackte auf 47.502 Punkte ab – minus 1,0 Prozent. Für die Tech-Riesen der Nasdaq 100 ging es noch deutlicher runter: 24.643 Punkte bedeuteten Verluste von eineinhalb Prozent. Beim S&P 500 schrumpfte das Polster ebenfalls; am Ende stand ein Minus von 1,3 Prozent und 6.740 Zählern. Was steckt dahinter? Zum einen heizten gestiegene Ölpreise die ohnehin fragile Inflationsdebatte wieder an – auch, weil der Iran-Konflikt droht, weiter zu eskalieren. Dann kam noch ein mauer Jobbericht auf den Tisch, der Zweifel an der Stärke des US-Arbeitsmarktes nährte. Oben drauf: Die Angst vor einer Kreditklemme sorgt für Panikverkäufe – Blackrock traf es mit einem Kurseinbruch von satten sieben Prozent. Sogar Bitcoin bekam seine Delle ab und stürzte um etwa vier Prozent auf 58.650 Euro pro Coin. Und die vielbeschworene Künstliche Intelligenz? Kurzer Dämpfer. Weil Oracle und OpenAI ihre großen Rechenzentrumspläne in Texas erstmal ad acta gelegt haben, rutschten auch Chip-Aktien ab. Kleines Trostpflaster: Der Euro kam etwas fester daher – 1,1613 US-Dollar gab es für die Gemeinschaftswährung am Freitagabend. Beim Gold zog die Nachfrage an – die Feinunze wurde für über 5.170 Dollar (ein Plus von 1,7 %) gehandelt. Und das Öl? Brent kletterte ruckartig um fast neun Prozent nach oben und lag zum Handelsschluss bei knackigen 92,84 Dollar je Fass.

Am Freitag spitzte sich die Lage an den Börsen weltweit zu: Während US-Indizes wie Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 Verluste im Bereich von 1,0 bis 1,5 Prozent hinnehmen mussten, trieb vor allem die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit (Iran-Konflikt), enttäuschenden Arbeitsmarktdaten und erneuter Skepsis bei Künstlicher Intelligenz die Kurse nach unten. Hinzu kamen Sorgen über mögliche Engpässe bei der Kreditvergabe, was institutionelle Anleger und Investoren zum Abverkauf bewegte – Blackrock und auch Kryptowährungen wie Bitcoin wurden davon stark getroffen. Gleichzeitig zeigte die starke Nachfragelage bei Rohstoffen wie Öl (anstieg um 8,7 Prozent) und Gold (plus 1,7 Prozent), wie sehr Anleger in Krisenzeiten in sichere oder klassische Anlageformen umschichten. Aktuelle Ergänzungen und neue Entwicklungen: Ein Blick auf die letzten zwei Tage zeigt: Der Iran-Konflikt verschärft Unsicherheiten an den Finanzmärkten weiter – viele Medien berichten, dass ein regionaler Flächenbrand befürchtet wird und dies sowohl Ölpreis als auch Inflationsängste massiv anfachen könnte (siehe z.B. Quelle: Spiegel). Auch der US-Arbeitsmarkt bleibt ein Risikofaktor, denn laut jüngsten Analysen setzen enttäuschende Zahlen die Notenbank unter Handlungsdruck – Zinssenkungen werden aber immer unwahrscheinlicher (Quelle: FAZ). Im Tech-Sektor sorgt der vorläufige KI-Stopp von Oracle und OpenAI für ein Umdenken und lähmt die investitionsfreudige Stimmung – einige Experten sehen hier kurzfristig abwärts gerichtete Trends, langfristig aber weiter Wachstumspotential (Quelle: taz).

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