Warken bleibt bei ihrem Kurs, die telefonische Krankschreibung nicht abzuschaffen – zumindest nicht in dieser Legislaturperiode. Sie stellt klar, dass im Koalitionsvertrag lediglich Maßnahmen gegen Missbrauch verankert sind, und setzt auf gemeinsames Vorgehen mit dem Koalitionspartner SPD. Hintergrund ist, dass seit der Pandemie die Krankmeldung per Telefon wieder dauerhaft möglich bleibt; weiterhin gibt es Bedenken wegen möglicher Ausnutzung dieser Option – zuletzt forderte der CDU-Parteitag zwar deren Ende, doch Warken hält sich an die Vereinbarung im Koalitionskreis. Laut aktuellen Berichten sorgt das Thema weiterhin für Debatten in der Politik, etwa ob der Wegfall der telefonischen Krankschreibung überhaupt mehr Vertrauen ins System schaffen würde oder schlicht zu mehr Bürokratie und Arztbesuchen. Das Ringen um den richtigen Weg spiegelt sich auch in unterschiedlichen Positionen medizinischer Fachverbände wider.