Da sitzt man eigentlich ganz gemütlich zusammen, vielleicht noch den Tag Revue passieren lassend, ein Gläschen Wein in der Hand, Kröv eben. Kaum jemand rechnet dann mit so etwas – und plötzlich kracht das halbe Hotel zusammen. Ich habe selbst schon in alten Gemäuern übernachtet; ein gewisser Charme, sicher, aber manchmal auch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Hier wurde Schlimmeres Wirklichkeit: Menschen, abgeschottet vom Rest der Welt, aufeinander angewiesen und umgeben von aufgewirbeltem Staub und Schreien. SAT.1 hat sich dieses unfassbare Ereignis geschnappt und bringt die Geschichte raus aus den Polizeimeldungen, hinein in die Wohnzimmer – und in den Magen der Zuschauer. Klar, Einfühlung durch TV ist so eine Sache. Aber wenn man mal in den Gesichtern der Überlebenden liest, wenn sie sagen: 'Ein Wunder, dass wir das überstanden haben' – dann spürt man ein bisschen von dem, was sie mitgenommen haben muss. Wer mehr erfahren will, kann sich am Montag um 20:15 Uhr auf die Couch setzen und Zeuge werden, wie aus einem idyllischen Abend ein Kampf ums Überleben wird. Ganz nebenbei: In der TV-Produktion stecken übrigens auch harte Arbeit und viel Fingerspitzengefühl (bei der Kontaktaufnahme für Presseanfragen helfen Michael Ulich und Elisa Taupert weiter, falls jemand wirklich tiefer einsteigen will).
Der Hoteleinsturz in Kröv bleibt ein Mahnmal für unvorhersehbare Katastrophen und die zerbrechliche Sicherheit im Alltag. Nach aktuellen Recherchen zeigen Berichte zum Thema, dass Bausubstanz in Tourismusregionen oft vernachlässigt wird – mehrfach weisen Experten inzwischen auf fehlende regelmäßige Kontrollen und Wartungen hin. Zudem diskutiert man in der Branche über die Notwendigkeit strengeren Überprüfungen gerade bei renovierten Altbauten; auch politische Stimmen fordern mittlerweile verbesserte Bauvorschriften, um Gäste besser schützen zu können.