Der Wintertourismus, wie wir ihn kennen, wackelt bedenklich: Immer seltener liegt genug Schnee – und trotzdem wünschen sich viele eine Auszeit in winterlicher Landschaft. Der dritte Impulstag „Wandern im Winter“ im beschaulichen Scheffau am Wilden Kaiser, organisiert von Österreichs Wanderdörfer zusammen mit Tirol Werbung, zeichnete ein Bild im Wandel: Winterwandern schiebt sich Schritt für Schritt in den Vordergrund und wandelt sich vom gelegentlichen Lückenfüller zum Kernstück für viele touristische Regionen. Gerade, wenn Schneeflocken ausbleiben, weichen Einheimische wie Gäste vermehrt auf Sommerwege aus – aber es hakt an Regeln und Sicherheitskonzepten. Und während alle vor denselben Herausforderungen stehen, ist eine gemeinsame Strategie Mangelware.
Besonders prägnant kristallisierten sich am Impulstag vier Kernbotschaften heraus:
1. Winterwandern ist ein eigenständiges Angebot – kein Notnagel für ausbleibenden Schnee.
2. Der Wirtschaftswert der Winterwanderer wird massiv unterschätzt.
3. Sicherheitsstandards sind Grundvoraussetzung für Vertrauen und nachhaltigen Erfolg.
4. Es braucht eine neue Erzählung für den Winter – raus aus der weißen Schneewelt, rein ins vielfältige Naturerlebnis.
Die wichtigsten Stellschrauben für den Wintertourismus werden also neu sortiert. Mehr Infos: https://drive.google.com/file/d/1BVVABK3r3h5gDA_gjjygGmljmdyIPNli/view?usp=sharing
Kontakt: Österreichs Wanderdörfer e.V., Mag. Monika Pripfl, Tel. +43 (0) 4242/25 75 30 - 205, E-Mail: monika.pripfl@wanderdoerfer.at, Website: www.wanderdoerfer.at
Quelle: Österreichs Wanderdörfer (via news aktuell)
Das klassische Bild von schneeweißen Winterlandschaften bröckelt, denn insbesondere die Alpenregionen müssen sich rasch an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen – Skigebiete stehen global unter Druck, wie zahlreiche Medien berichten. Neue Angebote wie Winterwandern gewinnen an Aufmerksamkeit und wirtschaftlicher Bedeutung, verlangen jedoch verlässliche Qualitätsmaßnahmen, etwa in puncto Wegsicherheit, Beschilderung und Kommunikation. Zudem setzen nationale wie internationale Tourismusregionen zunehmend auf nachhaltige Strategien und alternative Naturerlebnisse, um sich zukunftsfähig aufzustellen – dass dies gelingen kann, zeigen einige aktuell vorgestellte Pilotprojekte etwa in Bayern und der Schweiz. Darüber hinaus berichten Medien wie die Süddeutsche und die FAZ über einen Strukturwandel: Während klassische Wintersportorte den Rückgang der Schneesicherheit beklagen, entstehen neue, teils kreative Geschäftsmodelle rund um Alternativangebote wie Wandern, Wellness und Kulinarik. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt – einig ist sich die Branche nicht, und die Suche nach gemeinsamen Standards bleibt eine Baustelle. Wichtig ist am Ende, dass sich touristische Anbieter von alten Denkmustern verabschieden und die Chancen der neuen Saison erkennen und kommunizieren.