Münchens Immobilienlandschaft – ein Markt, zwei Richtungen
Kaufmarkt atmet auf
Im Laufe des ersten Halbjahres gingen beim Team von Mr. Lodge die Verkaufszahlen um satte 16 % nach oben. Insgesamt zeigt sich: Endlich ist wieder Bewegung am Verkaufsmarkt, in München wie im Vorortgürtel. Häuser, Wohnungen, auch Grundstücke kommen öfter auf den Markt und Verkäufer zeigen sich offener für Preisgespräche – ein ungewohntes Bild nach Jahren der Hochpreisinseln.
Eigenheim statt Kapitalrendite?
„Wer jetzt kaufen will, wird fündig wie lange nicht. Die große Auswahl und etwas sinkende Preise öffnen Türen, besonders für Menschen, die selbst einziehen wollen“, sagt Norbert Verbücheln, Geschäftsführer bei Mr. Lodge. Wer auf Rendite schielt, bleibt aber vorsichtiger – die aktuellen Berliner Gesetzesvorhaben und der Fokus auf Mieterschutz dämpfen das Anlageinteresse. Chancen gibt es für die, die gezielt suchen: Neubau ab 2014 oder saniert nach Standard, jenseits der Preisbremsen, da winken Renditen.
Energietechnik und energetische Qualität: das neue Spielfeld
Neben Lage und Preis ist inzwischen die Energieeffizienz fast zur neuen Währung geworden. Immobilieneigner setzen lieber gezielt auf Wärmepumpen oder andere Einzelmaßnahmen statt Komplettsanierung. Das kommt auch bei Banken an: Wer eine besonders effiziente Immobilie anbietet, erhält oft einen kleines Zins-Extra. Sanierungsaufwand lässt sich heute außerdem direkt in Hypotheken einbinden, was auch die Kauflaune hebt.
Möblierte Wohnungen: Nachfrage top, Angebot floppt
Der Ruf nach möblierten Wohnungen steigt – allerdings liefern immer mehr Vermieter ihren Bestand zurück. Die Sorge vor strengeren Gesetzen, so urteilen auch PwC und Haus-&-Grund, macht viele nervös. Schon jetzt ist das Angebot auf Rückzugskurs, vor allem bei kleinen Einheiten. Der Markt könnte deutlich ausgedünnt werden, warnt Mr. Lodge.
Die Regulierung formt den Markt neu
Mit jedem neuen Gesetzentwurf zieht sich ein Teil des Wohnungsangebotes zurück. Immer mehr Eigentümer zögern oder verlassen das Vermietungsgeschäft – allen voran in Großstädten. Nur Objekte, die von Regeln verschont bleiben, steigen jetzt im Kurs. Wer vermieten will, muss jetzt schon die nächste Gesetzesrunde mitdenken, meint Verbücheln.
München bleibt begehrt – trotz Flaute beim Neubau
Ob Wirtschaftslage oder Zinsniveau: München hält seinen Ruf als Innovationsstandort aufrecht – Arbeitsplätze gibt es, internationale Fachkräfte kommen. Dennoch hinkt der Neubau weiter hinterher, viel zu wenig Wohnungen entstehen, um dem Druck standzuhalten.
Wer mehr wissen möchte: Der vollständige Bericht steht online unter Immobilienmarktbericht 2026 / 02.
Über den Anbieter:
Mr. Lodge mischt in München seit Jahrzehnten beim Verkauf eigengenutzter und möblierter Wohnungen und auch beim Vermieten auf Zeit mit. Jährlich werden über 2.100 Wohnungen und Häuser vermittelt, neben Großraum München auch Tegernsee und Oberland. Mit 80 Mitarbeitern und Beratung in 24 Sprachen deckt Mr. Lodge vom schnellen Umzug bis zur langfristigen Investition alles ab. Mehr Infos gibt’s auf www.mrlodge.de.
Der Münchner Immobilienmarkt steht gerade mächtig unter Strom: Während sich das Fenster für Kaufinteressenten tatsächlich ein wenig öffnet – mehr Ausschreibung, mehr Verhandlungsbereitschaft bei Anbietern –, geraten vor allem Nutzer möblierter Wohnungen durch drohende gesetzliche Regulierungen zunehmend unter Druck. Energetische Modernisierung wird zum echten Werttreiber und beeinflusst Kreditzinsen, Investoren verhalten sich angesichts politischer Unsicherheit abwartender. Wer das Marktgeschehen nüchtern betrachtet, erkennt: Chancen und Risiken trennen sich hier konsequenter denn je. Jüngere Recherchen belegen, dass sich diese Polarisierung auf anderen Großstadtmärkten wiederholt: In Frankfurt, Hamburg und Berlin steigen die gesetzlichen Auflagen – mit Parallelverschiebung von Anlagechancen zu Selbstnutzerangeboten. Zudem sucht die Bauwirtschaft nach Lösungen, um trotz Teuerungen und Regulierung attraktiven, energetisch modernen Wohnraum zu schaffen – auch digitale Verfahren wie 3D-gedruckte Bauteile kommen vermehrt ins Spiel. Gleichzeitig beobachten Marktforscher laut aktueller Artikel, dass der Anteil von Singlehaushalten speziell in Städten weiter wächst; das verschärft die Knappheit an kleinen, günstigen Wohneinheiten und beeinflusst die Preisbildung unmittelbar.