ZDF-Talk: Krieg im Iran – Wie real ist die Gefahr für uns alle?

Mainz – Während US-Präsident Donald Trump das baldige Ende des Iran-Krieges beschwört, bleibt Skepsis nicht nur in Israel bestehen. Teheran lehnt sich auf: Die Revolutionsgarden beharren darauf, dass sie das Heft des Handelns in der Hand halten. Militärische Rückschläge halten den Iran nicht davon ab, Nachbarn mit Raketen zu attackieren und mit einer Sperre der Straße von Hormus zu drohen – ein globales Wirtschaftsalarmzeichen. Am Donnerstagabend debattiert 'maybrit illner' live: Wie bedrohlich ist die Lage wirklich?

heute 15:14 Uhr | 3 mal gelesen

Fast hat man das Gefühl, der Kreml könne sich zurücklehnen und zuschauen, während Ölpreise explodieren und Raketenlieferungen neuen Wert gewinnen. Kaum verwunderlich, dass Putins Konto klingelt und US-Präsident Trump angesichts der steigenden Energiepreise leise über russlandfreundlichere Maßnahmen nachdenkt. Aber wie lang hält das Durchhaltevermögen der Akteure wirklich? Verliert Washington irgendwann die Geduld? Und was ist mit Europa – kann es sich heraushalten, oder schwappt der Konflikt bis zu uns? Die Angst vor einem Ölschock ist nicht unbegründet; das Chaos könnte jedem von uns an der Zapfsäule oder dem Arbeitsplatz begegnen. Bei maybrit illner diskutieren dazu: Ex-Trump-Berater John Bolton, CDU-Politiker Armin Laschet, der deutsch-iranische Journalist Michel Abdollahi, Wirtschaftsexpertin Stormy-Annika Mildner, Sicherheitsspezialist Hans-Jakob Schindler und die ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf. Übersetzung: Die Welt schaut besorgt zu, doch Antworten scheinen rar.

Die aktuelle Konfliktlage zwischen Iran, den USA und Israel gilt als beispiellos angespannt. Länder wie Russland und China profitieren wirtschaftlich indirekt von einem derart destabilisierenden Szenario durch steigende Ölpreise und geopolitisches Machtvakuum. Viele Fachleute betonen, dass neben den reinen Kriegshandlungen auch Cyberattacken, Desinformationskampagnen und diplomatische Zermürbungstaktiken den Konflikt weiter anheizen – und dass langfristige ökonomische Schäden oder Energieknappheit wahrscheinlicher sind als ein schneller Friedensschluss. Inzwischen zeigen neue Analysen, dass auch Europa verwundbarer ist, als oft angenommen wird; bereits geringe Störungen der maritimen Handelswege oder Finanzmärkte könnten tiefgreifende Folgen für Alltagsleben und Industrie haben. Währenddessen verschärft sich die innenpolitische Polarisierung in den betroffenen Ländern.

Schlagwort aus diesem Artikel