Die KP Chinas blickte am Mittwoch auf eine ereignisreiche Geschichte zurück – und das nicht irgendwo, sondern in der ehrwürdigen Großen Halle des Volkes mitten in Beijing. Xi Jinping, das Gesicht und die Stimme der Partei seit Jahren, ehrte hierbei besonders engagierte Parteimitglieder mit der begehrten „1.-Juli-Medaille“. Wer hätte gedacht, dass so viel Pathos noch Platz findet zwischen politischen Strategien und geopolitischen Spannungen?
Xi nutzte die Bühne nicht nur, um den Marxismus als Triebfeder des chinesischen Aufstiegs zu preisen, sondern auch, um jede Menge Selbstbewusstsein zu versprühen. 105 Jahre voller Krisen und Triumphe – laut Xi sei darunter das großartigste Kapitel der chinesischen Nation verfasst worden. Das klingt nach einer Mischung aus Geschichtsstunde und politischer Generalmobilmachung.
Er sprach von Verantwortung und Auftrag: Die Partei dürfe auf dem eingeschlagenen Kurs nicht nachlassen, vielmehr gelte es, standhaft die Ziele der 'neuen Ära' zu verfolgen. Wenn das nicht ein Appell war!
Mit Blick auf Taiwan deutete Xi auf die „historische Mission“ der Wiedervereinigung hin – eine unverhohlene Absage an jegliche Pläne in Richtung Unabhängigkeit und ein Wink in Richtung westlicher Einflüsse. Hongkong und Macao wurden derweil als untrennbarer Teil der nationalen Wiederbelebung beschworen, deren dauerhafte Stabilität Pflicht und Ehre zugleich sei.
Wer Kontakt aufnehmen will: Xi Jing, xijing@cctv.com oder direkt durch die Presseabteilung der China Media Group.
Das 105. Jubiläum der KP Chinas ist weit mehr als Feierlichkeit: Es diente als gezielte Demonstration parteipolitischer Geschlossenheit. Xi Jinping stellte in seiner Rede sowohl die historische Leistung als auch die unverrückbaren Ziele der Partei in den Vordergrund – vor allem Einigkeit, Wohlstand und Kontrolle über umstrittene Gebiete wie Taiwan, Hongkong und Macao. International stieß Xis deutliche Haltung gegenüber Taiwans Status und die starke Betonung der Rolle des Marxismus auf Aufmerksamkeit und Kritik; Menschenrechtsthemen und wirtschaftliche Turbulenzen in China werden in der internationalen Presse weiterhin aufmerksam verfolgt – aktuell diskutieren viele Medien über mögliche Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen und regionale Stabilität, nachdem die KPCh ihre innen- wie außenpolitische Marschrichtung erneut unmissverständlich bekräftigt hat.