Die Dokumentation 'Die Honigfalle' beleuchtet die ungewöhnliche Beziehung zwischen der FBI-Übersetzerin Daniela Greene und dem ehemaligen deutschen Rapper Denis Cuspert, der als Deso Dogg bekannt wurde und später beim IS eine Schlüsselrolle im Propaganda-Apparat übernahm. Das Werk geht nicht nur auf Cusperts musikkarriere und seine Radikalisierung ein, sondern auch auf die moralischen und emotionalen Abgründe, die sich auftun, wenn Menschen persönliche Grenzen überschreiten – etwa wenn Greene nicht nur zur Ermittlerin, sondern zur Geliebten und schließlich zur Ehefrau eines gesuchten Terroristen wird. Auch im aktuellen Kontext bleibt das Thema brisant, da Fragen zu Radikalisierung über soziale Medien, dem Wandel von Lebenswegen und der Anfälligkeit selbst gut eingebundener Menschen für Extremismus präsent bleiben. In den letzten 48 Stunden wurde in mehreren Medien weiter berichtet, wie Sicherheitsbehörden mit Internet-Radikalisierung umgehen, und auch der Umgang mit zurückgekehrten IS-Anhängern sorgt weiterhin für Debatten. Zusätzlich rückt die Doku ins Bewusstsein, wie leicht selbst Behördenmitarbeiter in Ausnahme-Biographien abdriften können.