AfD baut Abstand zur Union im ZDF-Politbarometer aus

Laut dem neuen ZDF-Politbarometer vergrößert die AfD ihren Vorsprung gegenüber der Union deutlich. Die Rechtspopulisten erreichen neue Höhen, während CDU und CSU verlieren. Besonders spannend: Auch das Kräfteverhältnis zwischen SPD und Grünen verändert sich.

heute 07:26 Uhr | 2 mal gelesen

Ein kurzer Moment innehalten: Die neuesten Zahlen des Politbarometers sorgen wieder einmal für ordentliches Diskussionsfutter. Die AfD registriert 28 Prozent und baut damit ihren Abstand auf die CDU/CSU – die einen Prozentpunkt auf 24 Prozent verliert – weiter aus. Die SPD schafft es, sich hauchzart auf 13 Prozent zu verbessern und damit wieder hauchdünn an den Grünen vorbeizuziehen, die zwei Zähler einbüßen und nun bei 12 Prozent dümpeln. Kaum erwähnenswert, aber der Ordnung halber: Die FDP kratzt mit vier Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde, einen winzigen Zuwachs gibt’s also auch für die Liberalen. Die Linke bleibt auf stabile 11 Prozent, und das Sammelbecken Sonstige stagniert bei 8 Prozent. Die Verschiebungen sind subtil, die politische Stimmung aber brodelt – und ich frage mich schon, ob das bereits das leise Grummeln einer echten Umwälzung ist.

Im Kern zeichnet das aktuelle Politbarometer ein brisantes Bild: Die AfD gewinnt in der Sonntagsfrage weiter an Zustimmung – mit 28 Prozent stellt sie einen neuen Rekord in der aktuell schwierigen politischen Gemengelage auf. Die Union wirkt hingegen leicht angezählt, verliert an Boden, während die SPD in engen Schritten aufholt und die Grünen hinter sich lässt. Interessant auch: Die allgemeine Unzufriedenheit mit der Ampel-Regierung bleibt hoch, was sich in den Umfragewerten spiegelt. Weiterreichende Recherche zeigt, dass die politische Debatte um Migration, wirtschaftliche Unsicherheiten sowie die Diskussionen zum sogenannten "Heizungsgesetz" und zur Ukraine-Politik derzeit wesentlich auf das Stimmungsbild der Bevölkerung einwirken. Ein von Unsicherheit und Spaltung geprägtes Klima, das die extremen Ränder stärkt. In den Medien – sei es FAZ, SZ oder taz – wird teils kritisch hinterfragt, inwiefern der Höhenflug der AfD tatsächlich Stabilität verspricht oder eher neue Unsicherheiten befeuert.

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