Im Gespräch mit dem 'Stern' betonte Ulrich Siegmund, dass die AfD Sachsen-Anhalt nach der Wahl 2026 eine stabile Regierung ohne Koalitionspartner stellen wolle. Er lehnte Überlegungen zu Minderheitsregierungen strikt ab und fordert eine klare Mehrheit im Parlament. Das Ziel seiner Partei ist es, eigenständig über die Landespolitik zu bestimmen. Laut aktuellen Umfragen liegt die AfD derzeit bei 39 Prozent in Sachsen-Anhalt. Im Falle eines Wahlsiegs kündigte Siegmund eine deutliche Verschärfung der Asylpolitik an, darunter die Umstellung auf Sachleistungen, ein Zurückfahren von Anreizen für Geflüchtete sowie eine umfassende Abschiebeoffensive. Die AfD plant zudem, die Unterbringung von Geflüchteten zu zentralisieren und zu sichern. Den Begriff der 'Remigration' verteidigte Siegmund als legitimes Mittel gegen irreguläre Einwanderung, wobei das Grundgesetz als Rahmen dienen solle. Zusätzlich erklärte er, dass die AfD einen raschen Austritt Sachsens-Anhalt aus dem Rundfunkstaatsvertrag anstrebe, mit dem Ziel, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Region abzuschaffen. In Bezug auf den MDR gebe es innerhalb der ostdeutschen AfD-Landesverbände eine einheitliche Position.
Die AfD Sachsen-Anhalt platziert sich im Vorfeld der Landtagswahl 2026 als ernstzunehmende politische Kraft mit dem Ziel einer absoluten Mehrheit. Ulrich Siegmund formuliert einen konsequenten Regierungsanspruch, lehnt Minderheitsmodelle und Koalitionen ab und stellt umfangreiche migrationspolitische Veränderungen in Aussicht. Laut aktuellen bundesweiten Entwicklungen und Analysen steht die AfD in Ostdeutschland generell weiterhin hoch in den Umfragen, was neben gesellschaftspolitischen auch wirtschaftliche Ursachen hat. Neuere Berichte heben hervor, dass die EU und deutsche Regierungsstellen mit Blick auf die gestiegene Popularität rechtspopulistischer Parteien verstärkt Strategien zur Demokratieförderung in Ostdeutschland diskutieren. Zudem wird die Debatte über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, insbesondere über unterfinanzierte lokale Redaktionen, öffentlich kontrovers geführt. Es zeigt sich, dass die Themen Migration, Medienlandschaft und Regierungsführung im aktuellen politischen Diskurs eine große Rolle spielen.