Die Stimmung rund um Volkswagen ist dieser Tage alles andere als optimistisch. Zwar will der Aufsichtsrat scheinbar weniger heftig sparen als zunächst geplant – aber am Ende bleibt das Problem: Die Verkaufszahlen straucheln, das E-Auto ist für viele kein Must-have. Weidel bringt es auf eine Weise zur Sprache, die irgendwie sperrig und doch nachvollziehbar wirkt: 'Trotz staatlicher Subventionen laufen die E-Mobile von VW nicht wie geschnitten Brot – in Europa und insbesondere Deutschland schwanken die Konsumenten zwischen Frust über hohe Preise und Skepsis gegenüber der neuen Technik.' Interessant, wie sie dabei die Konkurrenz aus Asien betont, die mit Kampfpreisen auf den Markt drängt. Wirkt fast wie eine Rückkehr ins Wirtschaftswunderland – nur eben von der anderen Seite. Hinter vorgehaltener Hand, so scheint es, wirft sie der Politik und den Autobossen vor, ein Deindustrialisierungs-Feuerwerk zu zünden, ganz getreu dem Motto: Hauptsache öko, Hauptsache neu. Dabei bleibt ein bitteres Echo zurück: Arbeitsplätze schwinden, Fertigungshallen stehen leer, die Spitzenposition Deutschlands in der Autowelt bröckelt. Ob man den Klimawandel wirklich mit einer Brechstange in der Autoindustrie bekämpfen kann, daran zweifelt Weidel laut. Ihr Plädoyer: Technologieoffenheit und das Recht der Menschen, selbst zu entscheiden, was sie fahren. Alles andere sei eine Sackgasse – laut Weidel jedenfalls.
Die outgesourcte Zukunft von Volkswagen bewegt die Gemüter: Laut Medienberichten werden vier Werke geschlossen, gewaltige Stellenstreichungen drohen. Die AfD-Bundessprecherin Alice Weidel macht in ihrer scharfen Stellungnahme die politische Strategie für den Strukturwandel verantwortlich und sieht, ähnlich wie zahlreiche Kommentatoren in den Wirtschaftsnachrichten der vergangenen Tage, die deutsche Industrie unter Druck: Hohe Arbeits- und Energiekosten kombinieren sich mit einer angespannten Gesamtlage, Marktdruck durch asiatische Hersteller wächst. Inzwischen berichten mehrere große Tageszeitungen zudem darüber, wie VW nun gegen konjunkturelle Flaute, Lieferprobleme und technologische Unwägbarkeiten kämpft – und dass nicht nur VW, sondern die gesamte deutsche Automobilbranche dringend nach neuen tragfähigen Geschäftsmodellen sucht. Auch alternative Stimmen kommen zu Wort, die Flexibilität und Innovation im Umgang mit neuen Märkten und Technologien einfordern; der Tenor ist jedoch: Die Transformation ist unausweichlich, ihre Konsequenzen aber sind gravierender als viele erwartet hatten.