Apotheken in Not: Appell gegen weitere Belastungen
Berlin – Nach Bekanntwerden der neuen Pläne der Bundesregierung für die Reform der GKV-Finanzen warnt Thomas Preis, Präsident der ABDA, eindringlich davor, das Versprechen einer Apothekenstärkung zu verwässern. Er plädiert für eine entschlossene Umsetzung der zugesagten finanziellen Unterstützung, um die flächendeckende Arzneimittelversorgung und die persönliche Beratung in Gefahr gebietenden Regionen nicht weiter auszudünnen. 'Jede geschlossene Apotheke ist ein Verlust für die Menschen – wir stehen zu unserer Unterstützung für die Ministerin, aber es braucht jetzt Taten statt weiterer Ankündigungen', betont Preis.
15.04.26 12:44 Uhr | 7 mal gelesen
Die jüngsten Aussagen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, dass Apotheken nun offenbar doch an den geplanten Einsparungen der gesetzlichen Krankenkassen beteiligt werden sollen, stoßen bei ABDA-Präsident Thomas Preis auf scharfe Kritik. Er bezeichnet dieses Vorgehen als deutlichen Widerspruch zum Koalitionsvertrag, in dem die Regierung eigentlich eine spürbare wirtschaftliche Besserstellung der Apotheken zugesagt habe. 'Sollte mit einer Hand das Fixhonorar erhöht, mit der anderen aber der Kassenabschlag angehoben werden, wäre das ein Nullsummenspiel – oder schlimmer: eine weitere Verschlechterung. Das können wir nicht akzeptieren', unterstreicht Preis. Schon jetzt habe das jahrelang stagnierende Honorar der Apotheken dazu geführt, dass ihre Arbeit den Krankenkassen massive Einsparungen in Milliardenhöhe beschert habe, ohne dass sie dafür eine angemessene Kompensation bekamen. Die Schließungswelle – etwa jede 20 Stunden schließt in Deutschland eine Apotheke – bedeute handfeste Nachteile für Menschen auf dem Land und in Städten. Mehr Informationen unter www.abda.de.
Die Debatte um die finanzielle Stabilität von Apotheken in Deutschland ist angesichts der geplanten Reform der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) neu entbrannt. Thomas Preis von der ABDA fordert eine konsequente und nachhaltige Erhöhung des Fixhonorars für Apotheken, ohne gleichzeitig zusätzliche finanzielle Belastungen durch erhöhte Rabatte an die Kassen einzuführen. Laut aktuellen Medienberichten stehen viele Apotheken nach wie vor unter erheblichem wirtschaftlichem Druck – nicht nur durch stagnierende Honorare, sondern auch aufgrund massiv gestiegener Energie-, Personal- und Mietkosten, was die Versorgungssicherheit gerade in ländlichen Regionen zunehmend bedroht.