Aydan Özoguz fordert FIFA auf, USA bei WM-Einreiseverbot in die Pflicht zu nehmen

Wegen Problemen mit der US-Einreise eines afrikanischen Top-Schiedsrichters eskaliert Ärger um die Fußball-WM 2026. Bundestags-Sportausschussvorsitzende Özoguz verlangt Konsequenzen von der FIFA – und spricht von einem wachsenden Imageschaden.

heute 14:59 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal ist Fußball eben doch mehr als nur ein Spiel – spätestens, wenn ein somalischer Schiedsrichter wie Omar Artan, ausgezeichnet als Afrikas Bester, plötzlich an US-Behörden scheitert. Nach Informationen des 'Redaktionsnetzwerks Deutschland' hat Aydan Özoguz (SPD) FIFA-Präsident Infantino öffentlich aufgefordert, dem Kuschelkurs mit den USA ein rasches Ende zu setzen. Die USA hatten sich zwingend verpflichtet, als Gastgeber der WM 2026 Menschenrechte zu respektieren, hieß es in ihrem sogenannten 'Bid-Book Unity'. Daran, so Özoguz, erinnere jetzt offenbar niemand mehr – dabei ginge es nicht nur um einen einzelnen Schiedsrichter, sondern auch um die Fans und diverse Teams, etwa aus Iran, Senegal oder Haiti, die ähnliche Hürden erleben. 'Den Kern der WM dürfen wir nicht der Willkür überlassen', fordert sie nachdrücklich – bereits jetzt sei der Imageschaden beträchtlich. Der grüne Außenpolitiker Boris Mijatovic sieht in dem Eklat mehr als einen persönlichen Rückschlag für Artan: Es sei eine Ohrfeige für den gesamten internationalen Fußballbetrieb. Die FIFA müsse nachschärfen, damit Diskriminierung oder bürokratische Willkür bei globalen Großereignissen keine Chance haben. Und überhaupt: Ist es nicht höchste Zeit, die alten Glaubenssätze zur politischen Neutralität des Fußballs zu hinterfragen?

Die Diskussion um das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan zur WM 2026 spiegelt größere Probleme der Einwanderungspolitik in den USA wider, die nicht nur einzelne Offizielle, sondern auch Teams und Fans aus bestimmten Ländern treffen. Özoguz und andere fordern von der FIFA, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, um die zugesicherte Diskriminierungsfreiheit und die Einhaltung von Menschenrechten durchzusetzen – ansonsten drohe dem Image der Weltmeisterschaft nachhaltiger Schaden. In den letzten Stunden wurde außerdem diskutiert, wie ähnliche Fälle in der Vergangenheit gehandhabt wurden und ob die Rolle der FIFA als weltweite Sportmacht nicht eine konsequentere Haltung gegenüber nationalen Sonderwegen nötig macht. Recherche ergänzt: Die US-Einwanderungspolitik wird seit Bekanntwerden der WM-Vergabe verstärkt kritisch betrachtet. Immer mehr Stimmen fordern, dass Gastgeberländer verbindliche Zusagen zu Menschenrechten nicht nur formal abgeben, sondern auch praktisch umsetzen müssen. Laut aktuellen deutschen Medienberichten drohen ähnliche Einreiseprobleme möglicherweise auch Offiziellen oder Fans aus Russland und anderen Ländern, für die die Einreisevisa restriktiv gehandhabt werden.

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