Die US-Inflationsrate ist im Mai 2026 sprunghaft auf 4,2 Prozent gestiegen, was vor allem an äußerst kräftigen Energiepreisanstiegen von mehr als 23 Prozent im Jahresvergleich lag. Der schon seit Monaten anhaltende Nahost-Konflikt befeuert die Preise weiter, spezieller Augenmerk gilt daher dem Ölmarkt. Die sogenannte Kerninflation – die besser anzeigt, wie stark die Preise im Inland tatsächlich steigen – blieb hingegen etwas moderater, aber dennoch deutlich jenseits des Stabilitätsziels; für die US-Notenbank Fed bedeutet das einmal mehr ein Dilemma beim Nachdenken über Zinsschritte. Laut aktuellen Medienrecherchen ist die Diskussion um die Inflationsentwicklung in den USA auch deshalb so brisant, weil immer mehr Stimmen auf eine mögliche Stagflation hinweisen: Wachstumsabschwächung bei gleichzeitig hohen Preisen. Außerdem spitzt sich die Debatte um die Zinspolitik zu, viele Ökonomen fordern einen mittelfristigen Kurswechsel bei der Fed, da die jetzige Geldpolitik womöglich Nebenwirkungen auf den US-Jobmarkt und Immobilienmarkt haben könnte. Dazu kommt, dass die teureren Lebenshaltungskosten besonders Menschen mit niedrigen Einkommen spürbar treffen – wie verschiedene Initiativen und soziale Organisationen in den letzten Tagen öffentlich machten.