US-Inflation zieht im Mai deutlich an – Sprung auf 4,2 Prozent

Im Mai 2026 hat die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten die Marke von 4,2 Prozent erreicht, nach 3,8 Prozent im April – ein Anstieg, der viele Beobachter überraschte.

heute 14:36 Uhr | 2 mal gelesen

Das gab das amerikanische Statistikamt am Mittwoch heraus – und ehrlich gesagt, für viele klang es nach einer Zahl mit Sprengkraft. Vergleicht man Mai mit April, sind die Preise insgesamt um durchschnittlich 0,5 Prozent gestiegen. Viel schwerer ins Gewicht fällt, was als „Kerninflation“ bekannt ist: Ohne die häufig schwankenden Kosten für Energie und Lebensmittel lag die Rate bei 2,9 Prozent (April: 2,8 Prozent). Auffällig: Die Energiepreise schossen im Jahresvergleich um satte 23,5 Prozent nach oben, nachdem sie im April schon um 17,9 Prozent gestiegen waren. Offenbar wirkt sich der Nahost-Krieg aus, der seit Ende Februar tobt und besonders den Ölmarkt ordentlich durcheinanderwirbelt. Nahrungsmittelpreise zogen um 3,1 Prozent an (gegenüber 3,2 Prozent im vergangenen Monat) – kleine Beruhigung vielleicht, aber kaum spürbar. Für Börsianer ist die Inflationsrate beinahe so etwas wie das Wetter für Landwirte: eine Größe, die richtet und lenkt. Schließlich passen die US-Notenbanker ihre Zinsschraube nach diesem Wert an. Bleiben die Zinsen hoch, bleibt das klassische Sparen attraktiv – und das ist selten eine gute Nachricht für Aktien oder Immobilien.

Die US-Inflationsrate ist im Mai 2026 sprunghaft auf 4,2 Prozent gestiegen, was vor allem an äußerst kräftigen Energiepreisanstiegen von mehr als 23 Prozent im Jahresvergleich lag. Der schon seit Monaten anhaltende Nahost-Konflikt befeuert die Preise weiter, spezieller Augenmerk gilt daher dem Ölmarkt. Die sogenannte Kerninflation – die besser anzeigt, wie stark die Preise im Inland tatsächlich steigen – blieb hingegen etwas moderater, aber dennoch deutlich jenseits des Stabilitätsziels; für die US-Notenbank Fed bedeutet das einmal mehr ein Dilemma beim Nachdenken über Zinsschritte. Laut aktuellen Medienrecherchen ist die Diskussion um die Inflationsentwicklung in den USA auch deshalb so brisant, weil immer mehr Stimmen auf eine mögliche Stagflation hinweisen: Wachstumsabschwächung bei gleichzeitig hohen Preisen. Außerdem spitzt sich die Debatte um die Zinspolitik zu, viele Ökonomen fordern einen mittelfristigen Kurswechsel bei der Fed, da die jetzige Geldpolitik womöglich Nebenwirkungen auf den US-Jobmarkt und Immobilienmarkt haben könnte. Dazu kommt, dass die teureren Lebenshaltungskosten besonders Menschen mit niedrigen Einkommen spürbar treffen – wie verschiedene Initiativen und soziale Organisationen in den letzten Tagen öffentlich machten.

Schlagwort aus diesem Artikel