KI als neuer Standard im Arbeitsalltag – Der Fokus verschiebt sich
Interessant: Immer mehr Unternehmen fordern neben soliden IT- und Datenkenntnissen (21 Prozent) gezielt Können rund um Künstliche Intelligenz ein. 19 Prozent wünschen sich Know-how in KI-Anwendungen, 16 Prozent suchen sogar Spezialisten für die Entwicklung und das Training eigener KI-Systeme. Doch längst reichen diese Anforderungen über den Digitalbereich hinaus: In Produktion (19 Prozent), Logistik (16 Prozent), Verwaltung (15 Prozent) sowie Vertrieb und Marketing (14 Prozent) klaffen ebenfalls große Lücken.
„KI ist nach Jahren des Hypes jetzt definitiv in der Arbeitsrealität angekommen“, meint Iwona Janas von der ManpowerGroup. Dem folge der Zwang, nicht mehr nur auf Technologie allein zu setzen, sondern klug Kompetenzen aufzubauen – rasch und praktisch.
Wie Firmen reagieren: Strategien mit Licht und Schatten
Die beliebteste Maßnahme gegen leere Schreibtische: Mitarbeitende weiterbilden oder auf neue Aufgaben umschulen (28 Prozent). Fast genauso viele Firmen setzen auf flexiblere Arbeitszeiten oder Teilzeit-Modelle (26 Prozent). Daneben stehen klassische Lockmittel wie Gehaltsanpassungen (19 Prozent), verstärktes Recruiting (17 Prozent) und das gezielte Ansprechen bisher unerschlossener Talentgruppen (16 Prozent). Themen wie Homeoffice, Automatisierung, die Reduktion von formalen Anforderungen, Outsourcing oder der Blick ins Ausland runden das Bild ab – ein bunter Blumenstrauß an Lösungen, keiner davon ein Allheilmittel.
Ein Einwurf: Weiterbildung passt nicht immer ins Tagesgeschäft. Das räumt selbst Iwona Janas ein – und fordert flexiblere Modelle, gerade in der Übergangszeit.
Soft Skills: Die unterschätzten Motoren des Fortschritts
Spannend: Es zählt längst nicht nur das, was im Lebenslauf steht. Am wichtigsten sind für die meisten Unternehmen klar Teamgeist, Kommunikationsstärke (47 Prozent), gefolgt von Flexibilität und Lernbereitschaft (36 Prozent), professionelles Auftreten (33 Prozent) – und durchaus auch analytische Fähigkeiten (28 Prozent). Kurzum: Nur Fachkönnen reicht nicht.
Personalabbau oder Aufbruch?
Knapp 40 Prozent der Befragten wollen in den kommenden Monaten ihr Team vergrößern, 18 Prozent erwarten einen Rückgang, während der Rest alles beim Alten belassen möchte. Der Ausgang bleibt offen, angesichts der unruhigen wirtschaftlichen See.
Basis: Über 1.000 Unternehmen quer durch alle Branchen und Regionen wurden für das Stimmungsbild befragt.
Weitere Infos: Die vollständigen Ergebnisse sind auf der Website der ManpowerGroup abrufbar.
Die Zusatzbefragung der ManpowerGroup für Q1/2026 zeigt, dass Unternehmen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten verhalten optimistisch einstellen wollen – jedoch am beharrlichen Mangel an qualifizierten Kräften scheitern viele Einstellungspläne. Besonders relevant ist aktuell die Nachfrage nach digitalen und KI-bezogenen Kompetenzen, die inzwischen in beinahe allen Funktionsbereichen Mehrwert liefern und gesucht werden. Soft Skills wie Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit werden ebenfalls verstärkt als entscheidend wahrgenommen, denn technisches Wissen alleine genügt nicht mehr. Vergleichbare Analysen – wie sie etwa auf FAZ.net, Spiegel.de oder Zeit.de diskutiert werden – belegen zunehmend, dass digitale und spezialisiertes KI-Wissen für Unternehmen zur Überlebensfrage werden. Gleichzeitig nehmen Pilotprojekte zur Fachkräftegewinnung weltweit zu, etwa durch gezielte Zuwanderung oder Umstellungen im Bildungssystem. Technologischer Fortschritt und ein ständiges Ausbildungs-Upgrade bestimmen daher immer stärker die Agenda großer wie kleiner Unternehmen (Ergänzung nach aktueller Recherche).