Polizeigewerkschaft warnt: Iran-Krieg könnte Sicherheitslage in Deutschland verschärfen

Die jüngste Eskalation im Iran lässt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) aufhorchen – sie sieht für deutsche Polizeikräfte neue Risiken heraufziehen. Jochen Kopelke, Vorsitzender der GdP, betont gegenüber der 'Rheinischen Post', dass Beamtinnen und Beamte, egal ob im Ausland, an Botschaften oder auf deutschen Straßen, sich auf eine verschärfte Gefährdung einstellen müssten. Man sei zwar vorbereitet, doch Unsicherheit bleibt Teil des Jobs.

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Kopelke erläuterte weiter: Gerade jetzt, wo die Lage im Nahen Osten erneut eskaliert, macht das vor unseren Grenzen nicht halt. „Die Auswirkungen spüren wir sowohl im Internet, etwa durch gezielte Cyberattacken und Desinformationsversuche, als auch mitten im Alltag unserer Straßen“, so seine Einschätzung. Nach Ansicht der GdP sei die Polizei inzwischen routinemäßig in erhöhter Alarmbereitschaft. Was folgt, wäre fast klischeehaft: Sollte die deutsche Regierung sich militärisch oder politisch stärker engagieren, rechnen viele mit einer deutlichen Zunahme von Bedrohungen – Proteste könnten aufflammen, Extremisten könnten Anschläge planen. Die internationale Politik, so Kopelke, sei schon lange kein abstraktes Konstrukt mehr – sie mischt sich, oft unangenehm direkt, ins Leben und Arbeiten der Beamten ein.

Die Polizei-Gewerkschaft warnt, dass die aktuelle Situation im Iran spürbare Auswirkungen auf die Sicherheit in Deutschland hat, Stichwort: erhöhte Bedrohungslage für Polizisten nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland. Beobachtbar sind teilweise bereits vermehrte Aktivitäten in sozialen Netzwerken – von Drohungen über gezielte Propaganda bis hin zu Mobilisierungen, insbesondere im Spannungsfeld zwischen pro-iranischen und pro-israelischen Demonstranten. Laut aktuellen Medienberichten nehmen zudem Präventionsmaßnahmen im Umfeld jüdischer und iranischer Einrichtungen in deutschen Städten deutlich zu. Hintergrund sind auch aktuelle politische Spannungen nach Angriffen auf Israel und gegenseitige Drohgebärden zwischen dem Iran und westlichen Staaten. Neue Informationen zeigen, dass die Polizei gezielt mit Cyberattacken und Fake-News-Kampagnen rechnet, wie ein Blick auf die letzten Erfahrungswerte während internationaler Krisen belegt.

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