Barockjuwel erhält neue Chance: CSU engagiert sich für Sanierung der Damenstiftskirche in München

Mit Nachdruck setzt sich die CSU-Landtagsfraktion – dieses Mal im Schulterschluss mit der Stiftung Damenstift zu St. Anna und der Pfarrei St. Peter – für Münchens barockes Kulturerbe ein. Im Zentrum: die Sanierung des geschichtsträchtigen Gotteshauses, dessen Türen seit 2021 verschlossen sind. 610.000 Euro werden für den herbeigesehnten Innenausbau der traditionsreichen Damenstiftskirche Sankt Anna bereitgestellt, nachdem die Hülle des Bauwerks bereits restauriert wurde.

heute 10:49 Uhr | 2 mal gelesen

Robert Brannekämper, der sich als Sprecher für Wissenschaftspolitik in der CSU-Fraktion des Bayerischen Landtags positioniert, machte sich kürzlich selbst ein Bild von der dringenden Lage. Die Damenstiftskirche, ein Werk des Giovanni Antonio Viscardi aus dem späten 17. Jahrhundert, erlebte ihre fast vollständige Zerstörung im Zweiten Weltkrieg – es blieben nur die Außenmauern. Was bis 1980 unter akribischer Leitung von Erwin Schleich entstand, wird in der Münchner Stadtgesellschaft als Zeichen widerstandsfähigen Wiederaufbaus hoch geschätzt. Die Sepiafarben der Deckenbilder und des Altars wirken, als würde die Geschichte leise, aber eindrücklich erzählen. "Wir stehen in der Pflicht, dieses christliche und kulturelle Erbe zu bewahren – nicht nur als Phrase, sondern jetzt sichtbar mit 610.000 Euro für die vollständige, ausstehende Innenerneuerung der Kirche", sagte Brannekämper. So finden Bekenntnisse ihren Weg in konkrete Handlungen, auch wenn ein harmonisches Gesamtbild aus Vergangenheit und Gegenwart ohnehin selten der Realität entspricht.

Die umfassende Innenrenovierung der Damenstiftskirche Sankt Anna kann mithilfe einer Finanzspritze der CSU-Landtagsfraktion beginnen – eine Entscheidung, die nicht nur die Kulturexperten begeistert, sondern auch als Signal für den Stellenwert des historischen Münchner Erbes gewertet wird. Das barocke Kleinod, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später unter schwierigen Bedingungen restauriert wurde, steht für zahlreiche Münchner für den beharrlichen Willen zum Wiederaufbau und den bewussten Umgang mit Geschichte. Mit der begonnenen Innensanierung – und der Bewahrung der Gruft – wird versucht, ein weiteres Kapitel im fortwährenden Dialog zwischen zerstörter Vergangenheit und lebendiger Gegenwart aufzuschlagen. Ergänzend dazu berichten mehrere Münchner Medien, dass die Kirche eine bedeutende Rolle als Ort kultureller Begegnung und Identitätsstiftung spielt. Die CSU hebt hervor, dass Denkmalschutz und Baukultur in Zeiten wachsender Herausforderungen wie Kostensteigerungen und Fachkräftemangel besonders durch politische Unterstützung gesichert werden müssen (vgl. aktuelle Berichte von "Süddeutsche Zeitung" und "Münchner Merkur"). Außerdem zeigen Stimmen aus der Stadtgesellschaft, wie emotionale Bindung und lokale Erinnerungskultur durch Orte wie die Damenstiftskirche immer wieder gestärkt werden, gerade wenn die Zukunft solcher Gebäude zeitweise ungewiss scheint.

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