Markus Kamieth, Chef des Chemieriesen BASF, zeichnet – sinngemäß – ein eher graues Bild: Die aktuellen geopolitischen Spannungen, insbesondere der Irankrieg, werfen ihren Schatten auf die Weltwirtschaft und könnten das Inflationsgespenst noch eine ganze Weile am Leben halten. Im Kern läuft laut Kamieth alles darauf hinaus, dass die Energiepreise – teils direkt, teils über längere Lieferketten – mittelfristig hoch bleiben und somit die Teuerung treiben werden. Ein Aspekt, den Medien wie das Handelsblatt und die FAZ in jüngsten Berichten ebenfalls aufgegriffen haben: Es gibt kaum vorschnelle Entwarnung bezüglich stabiler Versorgung und Preisen. Blickt man auf die aktuelle Marktentwicklung, sieht man, dass selbst ein Abebben der militärischen Konflikte nicht sofort für Entspannung sorgen wird. Hinzu kommt, dass sowohl die Lieferketten als auch die Energiepreise stark von geopolitischer Unsicherheit abhängen – zumal die deutsche Wirtschaft, wie jüngste Analysen zeigen, ohnehin der Stagnation gefährlich nahe ist. BASF steht für dieses Zusammenspiel exemplarisch: robust und global aufgestellt, aber keineswegs immun gegen die Lawinenwirkung geopolitischer Krisen. Neuere Stimmen aus der Wirtschafts- und Energieforschung mahnen zudem, dass gerade der langanhaltende Inflationsdruck die europäische Wettbewerbsfähigkeit belastet – der Internationale Währungsfonds (IWF) etwa warnt in seinem aktuellen Ausblick vor Einschlägen durch mögliche weitere Energiepreisschocks.
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