Das erste Quartal 2026 startet für die Bauwirtschaft alles andere als rosig. Glaubt man den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes – und mir fällt kein Grund ein, das nicht zu tun –, dann sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe deutlich eingebrochen. Im Dreimonatsvergleich (Nov. 2025 bis Jan. 2026) lag das Niveau bereinigt um fast drei Prozent niedriger als im Quartal zuvor. Im Hochbau gab es mit minus 5,8 Prozent sogar einen regelrechten Dämpfer, während der Tiefbau immerhin stillstand, also weder rauf- noch runterging. Vergleicht man Januar 2026 mit dem Vorjahresmonat, stehen wir bei einem Rückgang von immerhin 4,3 Prozent (Hochbau: -6,9 %, Tiefbau: -2,0 %). Auch die Umsatzzahlen sind rückläufig: Im Vergleich zu Januar 2025 lag der reale Umsatz um 7,5 Prozent niedriger, der nominale Wert sinkt auf rund 5,4 Milliarden Euro – immerhin, die Zahl der Bauarbeiter stieg leicht, vielleicht auch aus Pflichtgefühl zur Branche, auf 537.000 Beschäftigte (Unternehmen ab 20 Beschäftigten). Schwer zu sagen, ob das nun eine Flaute mit Ansage ist oder ein kurzfristiger Ausschlag. Jedenfalls: Leichte Ernüchterung macht sich breit.
Die Auftragslage im Bauhauptgewerbe ist weiterhin angespannt. Hauptsächlich machen dem Sektor steigende Finanzierungskosten, zurückhaltende Investoren und hohe Baupreise zu schaffen – das zeigte sich zuletzt auch in den Verlautbarungen der Bauverbände. Politisch wird zurzeit intensiv debattiert, wie Wohnungsbauförderungen gerade im bezahlbaren Segment erneuert werden, doch bisher zeigen Statistiken: Der Bauboom vergangener Jahre ist vorbei, und das Klima bleibt herausfordernd. Die Bauindustrie kämpft zudem mit dem Mangel an Fachkräften und verschärften Umweltauflagen, was Projekte verzögert und zusätzliche Kosten verursacht.