Bayerns Kultusministerin möchte Verbeamtung für Lehrkräfte behalten

Anna Stolz, die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Kultusministerin in Bayern (Freie Wähler), erteilt Plänen zur bundesweiten Abschaffung des Beamtenstatus für Lehrer eine klare Absage. Ihr Argument: Nur mit Verbeamtung bleibt der Lehrerberuf attraktiv und das Schulsystem stabil.

heute 10:51 Uhr | 3 mal gelesen

Gerade in Zeiten, in denen der Lehrerberuf vielerorts an Attraktivität verliert, pocht Anna Stolz auf den Beamtenstatus als tragende Säule für Verlässlichkeit und Unterrichtsversorgung – egal ob auf dem Land oder in der Großstadt. Wer Lehrerin oder Lehrer in Bayern ist, könne sich weiterhin darauf verlassen, dass das System Stabilität und Wertschätzung biete. Laut Stolz ist dies einer der Gründe dafür, dass Bayern im Ländervergleich so gut dastehe und mehr ausgebildete Lehrkräfte habe. Ihre Linie: Die Bedingungen für Lehrkräfte zu verändern, sei Ländersache – und Bayern hält am bewährten Weg fest. Derweil kocht aus Sachsen Gegenwind hoch: Dort bringt Kultusminister Conrad Clemens (CDU) einen „Deutschlandpakt gegen Lehrerverbeamtung“ ins Gespräch. Ähnlich denkt offenbar die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU, die laut Medienberichten einen Antrag plant, der neue Beamtenverhältnisse außerhalb klarer hoheitlicher Bereiche grundsätzlich ablehnt.

Anna Stolz setzt weiterhin auf die Verbeamtung von Lehrern in Bayern und sieht sie als Garant für Unterrichtsqualität und stabile Schulen. Sie lehnt bundesweite Vorstöße zur Abschaffung strikt ab und verweist auf die Kompetenz der Länder in diesem Bereich. Andere Bundesländer wie Sachsen fordern hingegen, den Beamtenstatus für Lehrer neu zu diskutieren – ein Konflikt, der den aktuellen Bildungsdiskurs bestimmt. Nach aktualisierten Berichten aus deutschen Leitmedien bleibt der Fachkräftemangel an Schulen ein zentrales Thema, und die Debatte über die Verbeamtung spitzt sich weiter zu: Während Verbände und wichtige Politiker in einigen Ländern auf Abkehr von der Verbeamtung drängen, halten andere – wie Bayern – an ihr fest und verweisen auf bessere Versorgung und Attraktivität. Einige Bildungsexperten warnen davor, dass eine Abschaffung den Wettbewerb zwischen den Ländern weiter verschärfen könnte und sehen die Gefahr, dass Lehrerinnen und Lehrer gezielt dorthin abwandern, wo der Status erhalten bleibt. Diskussionen über mögliche Alternativen wie bessere Arbeitsbedingungen oder attraktivere Gehälter für alle Lehrkräfte nehmen Fahrt auf, werden aber unterschiedlich bewertet.

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