WDR auf der didacta: Talk mit Intendantin Dr. Katrin Vernau über Bildung, KI und Gegenwart

Köln – Am Samstag, den 14. März 2026, sprechen WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau und Medienkompetenz-Managerin Julia Schutz auf der didacta unter dem Motto „Bildung für alle und im Zeichen der Demokratie“. Im Forum Bildungsperspektiven, moderiert von Insa Backe, geht es um die Relevanz von Medienkompetenz sowie die Herausforderungen des öffentlichen Rundfunks in einer Ära, in der Digitalisierung, KI und Falschinformationen zum Alltag gehören. Der WDR stellt dazu Projekte wie „Inside Klassenchat“ vor – ein datengetriebenes Experiment, das Einblicke in den Umgang von Jugendlichen mit digitalen Kanälen bietet.

heute 16:36 Uhr | 4 mal gelesen

Medienkompetenz ist, wenn man Dr. Katrin Vernau fragt, heute nicht einfach irgendein Zusatz, sondern praktisch Voraussetzung, um in einer digitalisierten Gesellschaft klarzukommen. Gerade wenn künstliche Intelligenz und Desinformation fast beiläufig Einzug in Klassenzimmer halten, wird deutlich: Kinder, Jugendliche und auch Lehrkräfte brauchen Werkzeuge, an denen sie sich orientieren können. Der WDR sieht seine Aufgabe darin, nicht bloß Lehrmittel zu liefern – sondern Lust auf kritisches Denken und digitale Neugierde zu machen. In den Gesprächsrunden der didacta will Vernau gemeinsam mit Julia Schutz nie ganz bei den Herausforderungen stehen bleiben, sondern auch zeigen, welche konkreten Ideen und digitalen Tools helfen können. Am Gemeinschaftsstand von ARD, ZDF, KiKA und Deutschlandfunk reicht das Angebot von interaktiven Apps wie „Zeitzeugen 1945“ bis zu Programmen für den Primarschulbereich wie „Programmieren mit dem Elefanten“. Und natürlich geht es auch um ganz grundsätzliche Fragen: Was braucht es, damit Schülerinnen und Schüler im Netz nicht verloren gehen? Welche Verantwortung tragen öffentlich-rechtliche Medien inmitten algorithmischer Filterblasen? – So richtig zufriedenstellende Antworten gibt’s zwar nicht immer. Aber vielleicht ist genau das der Anfang von Medienbildung: Fragen stellen, noch mal nachjustieren und neugierig bleiben.

Die didacta in Köln ist dieses Jahr erneut ein Treffpunkt für all jene, denen Bildung und Medienkompetenz am Herzen liegen. WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau betont, dass mediale Bildung entscheidend für demokratische Teilhabe ist – besonders jetzt, im Lichte künstlicher Intelligenz und digitaler Unsicherheiten. Der WDR und Partner wie ARD, ZDF sowie Deutschlandfunk stellen im Rahmen der Messe verschiedenste digitale Bildungsangebote vor; darunter innovative Formate, die nicht nur informieren, sondern auch Anregungen für Umgang, Reflexion und Kreativität bieten. Durch meine Recherche fällt auf, dass die Diskussion um Medienbildung und Digitalisierung der Schule aktuell durch diverse politische Debatten über die Finanzierung und Ausstattung verstärkt wird. Beispielsweise berichtet die "Süddeutsche Zeitung" aktuell über neue Initiativen, die Lehrkräfte besser auf digitale Unterrichtsformate vorbereiten sollen. Zugleich weist die "Zeit" auf Herausforderungen hin: Trotz neuer digitaler Plattformen fehlen vielerorts bundesweit passende Fortbildungen für Lehrende, während die Nachfrage nach Medienkompetenz wächst. "Spiegel Online" beschäftigt sich ergänzend damit, wie europäische Bildungsinstitutionen zunehmend auf KI-gestützte Lernumgebungen setzen, aber dabei kritisieren, dass die Vermittlung von kritischem Medienumgang zu selten im Fokus steht.

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