Im Kern bleibt vorerst alles offen: Die Union, vertreten durch Steffen Bilger, will beim Thema hoher Spritpreise und möglicher Entlastungen niemanden ausschließen, auch unorthodoxe Wege wie eine Übergewinnsteuer stehen zur Debatte – was bemerkenswert ist, weil die Union sich sonst oft gegen Steuern stellt. Das österreichische Festpreis-Modell für Tankstellen wird skeptisch geprüft, nicht zuletzt, weil es möglicherweise nur Kosmetik ist, falls die Preise gleich morgens schon hoch angesetzt werden. Laut aktuellen Medienberichten verschärft sich die Debatte um die Einführung einer Übergewinnsteuer, da Spritpreise in Deutschland im europäischen Vergleich in den letzten Tagen immer wieder neue Höchststände erreicht haben – politische Gräben zwischen SPD, Grünen und Union werden dabei immer deutlicher: Während SPD und Grüne auf harte Maßnahmen drängen, setzt die Union bislang auf Transparenz, staatliche Überwachung und überprüfbare Preissenkungen. Neue Zahlen vom Bundeskartellamt legen zudem offen, dass Mineralölkonzerne insbesondere an Wochenenden mit ungewöhnlich hohen Margen operieren, was zu einem erneuten Ruf nach Eingriffen geführt hat. Nach internationalen Vorbildern – etwa in Griechenland, Spanien oder Großbritannien – fordern Verbraucherschützer und Teile der Opposition ein entschiedeneres Durchgreifen, zumal viele Bürger durch hohe Energiekosten und Inflation ohnehin stark belastet sind.