Benzinpreise steigen spürbar – Schon vor Tankrabatt-Aus macht sich Anstieg bemerkbar

Noch bevor der Tankrabatt offiziell endet, ziehen die Preise an deutschen Zapfsäulen kräftig an.

heute 13:25 Uhr | 1 mal gelesen

Wer dieser Tage an der Tankstelle steht, muss erst mal schlucken: Laut dem ADAC kletterte der Preis für Super E10 am 30. Juni auf 1,923 Euro pro Liter – das sind 6,2 Cent mehr als noch am Vortag. Dieselkunden mussten sogar 7,5 Cent Aufschlag pro Liter verdauen und landeten bei 1,859 Euro. Alarmierend daran ist nicht nur der plötzliche Sprung, sondern auch die Tatsache, dass die sogenannten Spritgiganten schon vor dem offiziellen Ende des Rabatts an der Preisschraube drehen (obwohl der Rohölpreis relativ konstant blieb). Der ADAC hält das Vorgehen der Mineralölkonzerne für überzogen und kritisiert, dass die Preissteigerungen so gar nicht zu den Entwicklungen am Rohölmarkt passen. Im Vergleich zur Vorwoche lagen die Preise für E10 um 10,6 Cent und für Diesel um satte 12,8 Cent höher – Zähneknirschen an der Zapfsäule ist vorprogrammiert. Nach Einschätzung des ADAC missbrauchen die Konzerne die Situation, und eine wirkliche Begründung für die Erhöhungen finde sich nicht. Interessant allerdings: Trotz des jüngsten Anstiegs war Juni im Schnitt immer noch günstiger als Mai – durchschnittlich kostete Super E10 1,870 Euro (11,3 Cent preiswerter als im Mai), Diesel im Mittel 1,818 Euro (minus 17,3 Cent). Möglich machte diese Entspannung am Monatsanfang eigentlich nur der auf rund 73 Dollar gefallene Ölpreis – doch offensichtlich bleibt davon bei Autofahrern immer weniger im Portemonnaie hängen.

Kraftstoffpreise in Deutschland zogen bereits vor dem offiziellen Ende des Tankrabatts deutlich an. Hauptkritikpunkt: Die Mineralölkonzerne erhöhten die Preise trotz stabiler Rohölkosten, was insbesondere der ADAC als ungerechtfertigt ansieht. Während der Anstieg für Verbraucher ärgerlich ist, bleibt bemerkenswert, dass der Juni preislich dennoch unter dem Mai lag – ein Effekt des gesunkenen Ölpreises, der jedoch offenbar zuletzt nicht mehr an den Zapfsäulen ankam. Zu aktuellen Entwicklungen: In den letzten 48 Stunden wurde aus mehreren Quellen berichtet, dass sich die Spritpreise europaweit trotz gesunkener Rohölpreise nach oben bewegen. Auch politische Reaktionen auf die Preisgestaltung nehmen zu, da Verbraucherschützer eine stärkere Regulierung fordern. Zusätzlich zeigt sich, dass viele Autofahrer infolge steigender Spritpreise verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel oder alternative Antriebe umsteigen – ein Trend, der sich ebenfalls in anderen EU-Ländern beobachten lässt.

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