Bertram Gugel übernimmt ARD-Online-Steuerung und Plattformentwicklung
Stuttgart – Ein Generationenwechsel an der Spitze von ARD Online: Mit Wirkung zum 1. März 2026 übernimmt Bertram Gugel, aktuell noch als Produktverantwortlicher beim SWR tätig, die Leitung von ARD Online und des Geschäftsfelds Plattformen in der ARD-Tech-Unit. Die Entscheidung fiel nach Abstimmung zwischen den Intendantinnen und Intendanten der ARD und wurde im Februar in Saarbrücken offiziell bestätigt. Gugel folgt auf Benjamin Fischer, der vorher zu ARTE Deutschland wechselt.
heute 13:00 Uhr | 3 mal gelesen
Die Digitalsparte der ARD ist für die strategische und technische Entwicklung großer ARD-Angebote wie Mediathek, Audiothek und das ARD.de-Portal zuständig. Die Leitung, die Bertram Gugel künftig innehat, umfasst damit nicht nur die inhaltliche, sondern vor allem auch die technische Steuerung der Plattformen. Dazu gehört das Zusammenspiel mit anderen öffentlich-rechtlichen Partnern – konkret steuert ARD Online etwa die gemeinsame Plattformstrategie zusammen mit dem ZDF und Deutschlandradio. Kai Gniffke, Intendant beim SWR und aktuell federführend im ARD-Verbund, betont: 'Bertram Gugel ist mit seiner Erfahrung im Bereich der digitalen Plattformen bestens geeignet, um die Herausforderungen der digitalen Transformation proaktiv anzugehen.' – Gugel, Jahrgang 1980, verantwortet seit einiger Zeit als Head of Product die Entwicklungsarbeit der ARD Audiothek und Mediathek. Frühere Stationen führten ihn in die Beratung – unter anderem für Medienhäuser wie ARTE – sowie in Positionen bei Branchenriesen wie Axel Springer und der Telekom. Studiert hat er Medien- und Kommunikationswissenschaften in Leipzig.
Bertram Gugel wird ab März 2026 die digitale Zukunft der ARD als Leiter von ARD Online und des Bereichs Plattformen in der Tech-Unit prägen. Seine Aufgabe ist es, die technologische Weiterentwicklung der ARD-Produkte und deren Vernetzung mit Partnern wie ZDF und Deutschlandradio zu steuern. Die Nachbesetzung fällt zusammen mit dem Wechsel von Benjamin Fischer zu ARTE und umfasst einen hochkarätigen Generationswechsel in der ARD-Digitalsphäre, der zukunftsweisend wirken soll.
Weitere Details: Die digitale Transformation verlangt verstärkt hybride Medienangebote, bei denen Technik, Design und Zielgruppenansprache ineinanderfließen. Während Gugel als ausgewiesener Experte für die Vernetzung und Entwicklung digitaler Medienformate gilt, bleibt spannend, wie die ARD ihren Kurs in Zeiten wachsender Konkurrenz durch internationale Streaming-Plattformen und politischer Debatten zum öffentlich-rechtlichen Auftrag anpasst. In aktuellen Analysen betonen Medienbeobachter, dass der öffentliche Rundfunk gerade bei jüngeren Zielgruppen noch Nachholbedarf hat – hier könnte Gugel mit seiner Erfahrung im digitalen Plattformmanagement neue Impulse setzen.