Die Bundesregierung plant, die Abschiebungen abgelehnter und straffällig gewordener Afghanen stark zu beschleunigen – bis zu drei Charterflüge im Monat sind das neue Ziel. Die Kooperation mit den Taliban zur Durchführung der Rückführungen wird dabei intensiviert. Mindestens hundert Personen gelten derzeit als 'abschiebebereit', wobei Experten kritisieren, dass die aktuelle Lage in Afghanistan weiterhin als äußerst gefährlich eingestuft wird. Besonders angesichts der rapide steigenden Gewaltvorfälle und der prekären Menschenrechtslage mahnen verschiedene Menschenrechtsorganisationen zur Vorsicht. Auch auf EU-Ebene gab es zuletzt rege Debatten, da von einer Normalisierung der Beziehungen zu den Taliban offiziell keine Rede sein kann. Abschiebungen über reguläre Linienverbindungen sollen nach Möglichkeit ebenfalls durchgeführt werden – trotz anhaltender politischer und rechtlicher Unsicherheiten. Die Kritik richtet sich nicht nur gegen das schnelle Tempo, sondern auch gegen die generelle Haltung, dass mit der Taliban-Herrschaft Sicherheit für Rückkehrer bestünde – ein Standpunkt, der von verschiedenen Experten bezweifelt wird.
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