Björn Dake übernimmt Leitung des ARD-Studios Tel Aviv – Christian Limpert lenkt künftig die BR-Auslandsstudios

München – Ein Wechsel an prominenter Stelle: Ab April steht Björn Dake an der Spitze des ARD-Studios Tel Aviv, das vom Bayerischen Rundfunk betrieben wird. Christian Limpert kehrt nach München zurück und übernimmt dort die Koordination sämtlicher BR-Auslandsstudios – eine Führungsaufgabe mitten in bewegten Zeiten.

heute 11:05 Uhr | 3 mal gelesen

Wenn es um Nachrichten aus Israel oder den palästinensischen Gebieten geht, ist das ARD-Studio Tel Aviv quasi rund um die Uhr im Einsatz – egal ob Tagesschau, Tagesthemen, Radio oder Social Media. Die Situation vor Ort ist seit dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 und dem eskalierten Krieg so angespannt wie lange nicht. Im Jahr 2025 kam das Studio auf über 420 Programmstunden – beeindruckende Zahlen, wenn man sich die Arbeitsbedingungen vor Augen hält. Der neue Konfliktherd rund um Iran fordert die Redaktion zusätzlich. Nun übernimmt Björn Dake, der mit 44 Jahren schon jede Menge Auslandserfahrung und einen Hintergrund in Journalismus, Politik sowie Recht mitbringt, die Leitung des Studios. Er löst Christian Limpert ab, der nach München wechselt und dort den Bereich Auslandsstudios verantwortet. Dake hatte zuvor bereits mehrfach in Tel Aviv gearbeitet und war zuletzt im Hauptstadtstudio in Berlin. Programmdirektor Thomas Hinrichs lobt beide Journalisten. Unter Limperts Führung zog das Studio Anfang 2026 in ein neues Gebäude: Fernsehen, Radio, Online – alles unter einem Dach. Limpert, der bereits in Wien, Coburg und anderswo internationale Berichterstattung geprägt hat, übergibt ein modernisiertes Studio. Zurück in München steuert er künftig die Berichterstattung aus strategisch wichtigen Städten wie Istanbul, Rom, Tel Aviv, Wien und Teheran. Er folgt dort auf Eva Corell, die in den Ruhestand geht. Für Anfragen steht die BR-Pressestelle bereit.

Björn Dake, bislang Korrespondent im Hauptstadtstudio, übernimmt ab April 2024 das vom BR verantwortete ARD-Studio Tel Aviv. Vorgänger Christian Limpert, der nach einer Phase permanenter Krisenberichterstattung und einem komplexen Studio-Umzug die Leitung abgibt, organisiert künftig die Arbeit aller BR-Auslandsstudios, darunter die Standorte in Istanbul, Rom, Wien und Teheran. Die Aufgaben in Tel Aviv sind hochanspruchsvoll, da das Team während der aktuellen Konflikte zwischen Israel, der Hamas und Iran unter enormem Druck arbeitet; zudem sind die Anforderungen an multimediale, crossmediale Auslandsberichterstattung gestiegen. Von Anfang 2024 an hat sich laut Informationen von taz und Zeit die politische Lage im Nahen Osten noch einmal verschärft: Seit der Eskalation in Gaza stehen nicht nur Journalisten, sondern auch internationale Beobachter vor der Aufgabe, komplexe militärische, politische und humanitäre Entwicklungen einzuordnen und unter hohem Sicherheitsrisiko zu berichten. Hinzu kommt die Herausforderung, Desinformation und Hassrede besonders in sozialen Netzwerken entgegenzuwirken, was Medienhäuser zunehmend zu gezielten Strategien zwingt. Mehrere deutsche Medienhäuser, darunter auch der BR, berichten von intensivierten Bemühungen, das Nahost-Berichtsteam personell und technisch zu stärken.

Schlagwort aus diesem Artikel