Bundesregierung hält an diplomatischen Beziehungen zum Iran fest

Für Berlin bleibt der Austausch mit Teheran bestehen: Trotz gespannter Beziehungen sind die diplomatischen Verbindungen nach Angaben des Auswärtigen Amts intakt.

heute 14:03 Uhr | 5 mal gelesen

Am Montag gab das Auswärtige Amt bekannt: Zwischen Deutschland und Iran bleibt das diplomatische Band vorhanden. 'Es gibt nach wie vor eine iranische Botschaft in Deutschland sowie regelmäßigen Austausch', so eine Pressesprecherin des Amtes gegenüber der dts Nachrichtenagentur. Interessanterweise lief dieser Gesprächsfaden zuletzt eher ruhig—kleine Randnotiz: Seit Außenminister Johann Wadephul (CDU) vergangenen Donnerstag ein Gespräch mit seinem iranischen Kollegen führte, pausierte der direkte Kontakt erneut. Laut Bundesregierung war dieses Gespräch sachlich gehalten, ohne weitere Folgetermine in Aussicht zu stellen. Der Wind allerdings dreht sich: Kanzler Merz (CDU) hat einen deutlichen Wechsel in der Iran-Politik skizziert und nach einer Zeit des Schweigens signalisiert, dass Berlin—abgestimmt mit den USA und europäischen Partnern—einen neuen Anlauf zum Dialog wagt. Sein Ziel: Deutschlands Rolle als Vermittler im Spannungsfeld Iran-USA stärken. Bemerkenswert: Die Hoffnung auf Fortschritte bekam einen Dämpfer, da die jüngsten Gespräche in Pakistan übers Wochenende ergebnislos blieben. Und ja: Die Debatte über Sinn und Grenzen solcher Kontaktaufnahmen bleibt umstritten.

Die Bundesregierung betont, dass die Beziehungen zum Iran trotz schwieriger Rahmenbedingungen offiziell weiterhin gepflegt werden. Wesentlicher Grund für die Zurückhaltung waren laut offiziellen Angaben schwerwiegende Gründe, offenbar auch sicherheitspolitische Spannungen und anhaltende Differenzen etwa bei Menschenrechten oder Atomverhandlungen. Inzwischen scheint die Bundesregierung gewillt, gemeinsam mit westlichen Partnern wieder verstärkt diplomatische Kanäle zu öffnen, um einerseits ihre Interessen zu schützen und andererseits den Konflikt durch Gespräche zu entschärfen oder zumindest im Griff zu behalten. Neue Hintergrundinfos zeigen, dass der Tod des iranischen Präsidenten Raisi jüngst einiges ins Wanken brachte: Nach aktuellen Berichten flammt die Sorge auf, wie es politisch im Iran weitergeht und welche Auswirkungen das auf die Beziehungen zu Ländern wie Deutschland hat.

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