Letzte Woche kam es an vereinzelten CineStar-Standorten zu Warnstreiks aufgrund der stockenden Tarifverhandlungen zwischen ver.di und dem Unternehmen. Ver.di fordert für Servicekräfte erhöhte Löhne zwischen 23,1 und 31,5 Prozent sowie eine satte Steigerung der jährlichen Sonderzahlung um 76 Prozent – Forderungen, die CineStar als kaum realisierbar brandmarkt, mit Hinweis auf drohenden Arbeitsplatzabbau. Obwohl die Verhandlungen festgefahren erscheinen, signalisiert CineStar weiterhin Gesprächsbereitschaft und betont aber seinen wirtschaftlichen Handlungsspielraum. Parallel spitzt sich in Deutschland der Arbeitskampf in der Kino- und Gastronomiebranche insgesamt weiter zu, wobei in Berlin, Hamburg und anderen Großstädten viele Beschäftigte auf ausbleibende Lohnanpassungen aufmerksam machen – auch andere große Kinoketten wie UCI oder Cinemaxx sind betroffen, wobei die Beteiligung und Auswirkungen vor Ort jeweils unterschiedlich ausfallen. In der öffentlichen Diskussion wird zunehmend die Frage aufgeworfen, wie viel Wert Wertschätzung noch hat, wenn Arbeitskräfte häufig im Rahmen prekärer Teilzeitmodelle beschäftigt werden und Inflationsausgleich kaum ankommt.
heute 14:03 Uhr