Mal ehrlich – auf den ersten Blick kommt einem das Ganze fast wie ein Drehbuch vor. Die USA pochen darauf, ihren Einfluss in der Arktis auszudehnen, Donald Trump bleibt stur bei seiner Forderung nach Grönland, und plötzlich rüstet Europa nach: Das Verteidigungsministerium in Berlin meldet nüchtern, dass die Bundeswehr vom 15. bis 17. Januar 2026 gemeinsam mit anderen Europäern Grönland bereist. Klingt nach Routine, ist es aber vielleicht nicht. Es gehe darum, für einen möglichen Unterstützungsfall Dänemarks in Sachen Sicherheit – Stichwort Seeraumüberwachung – vorbereitet zu sein.
Dazu springen 13 Bundeswehrsoldaten, transportiert per A400M, nach Nuuk. Was genau sie vor Ort tun? Offiziell: Rahmenbedingungen erkunden, Kontakt mit Partnern knüpfen. Währenddessen: Ein Krisentreffen mit den US-Spitzen JD Vance, Marco Rubio, Dänemarks Außenminister Rasmussen und Grönlands Ministerin Motzfeldt endet ohne Ergebnis – 'grundlegende Unterschiede' werden festgehalten, selbst der US-Zugang zu Grönland reicht dem Weißen Haus nicht. Arbeitsgruppe gebildet, alles sehr diplomatisch und ausweichend.
Nebenbei rief die dänische Armee bereits eine Vorhut nach Grönland – um Logistik und Umgebung auf mögliche größere Truppenpräsenz vorzubereiten. Der Kaiser steht nicht nackt, aber Frösteln ist erlaubt: Die Großmächte scharren mit den Füßen, während das kleine Grönland – halbautonom, doch Dänemark zugehörig – als Bühne für geopolitische Ambitionen herhalten muss. Und mit der NATO als Sicherheitsnetz ist der diplomatische Zwangstanz perfekt.
Deutschland entsendet auf dänische Einladung Soldaten nach Grönland, angesichts wachsender Spannungen durch US-amerikanische Gebietsansprüche unter Trump. Während einer Erkundungsmission sollen zunächst die Bedingungen für eine mögliche militärische Unterstützung Dänemarks geprüft werden, vor allem mit Blick auf Seeraumüberwachung und logistische Fragen. Beim jüngsten Krisentreffen blieben sich die Parteien uneins, Dänemark betont weiterhin die Zugehörigkeit Grönlands und die bestehende US-Militärpräsenz, und es wird eine Arbeitsgruppe zur weiteren Klärung gebildet. Ergänzend ist zu beobachten, dass sich die Sicherheitslage im arktischen Raum in den letzten Monaten verschärft hat – nicht nur wegen US-Interessen, sondern auch durch den aufkommenden Wettbewerb um Rohstoffe, strategische Seewege und die Auswirkungen des Klimawandels. Berichte aus aktuellen deutschen Medien unterstreichen, dass nun auch andere europäische Staaten ihre Präsenz in der Arktis verstärken und über NATO-interne Szenarien zur kollektiven Sicherheitswahrung diskutiert wird.