CDU-Politiker werfen Wirtschaftsvertretern notorisches Klagen vor

Innerhalb der CDU wächst der Frust über Wirtschaftsführer, die wiederholt den Standort Deutschland und die aktuelle Regierung kritisieren. Der Abgeordnete Andreas Mattfeldt sieht die Verantwortung für wirtschaftliche Probleme keineswegs nur bei der Politik.

heute 10:27 Uhr | 1 mal gelesen

Mattfeldt, der nicht nur Politiker, sondern auch Unternehmer ist, findet deutliche Worte: Man könne die Schuld nicht einfach der Politik in die Schuhe schieben. In den letzten Jahren habe es auch grobe Fehlentscheidungen im Management gegeben – etwa beim Umgang mit neuen Technologien, Home-Office-Regelungen oder großen strategischen Weichenstellungen. Die Wirtschaftsverbände würden laut Mattfeldt mit ihren ständigen Schwarzmalereien ein Klima der Unsicherheit schaffen, das die Situation verschärft. Das habe viel mit Psychologie zu tun; nicht umsonst habe seine Großmutter immer gesagt: „Statt Jammern, besser anpacken!“ Gitta Connemann, Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, geht noch einen Schritt weiter: Fachleute aus der Wirtschaft seien oft zu einseitig in ihrer Kritik und dächten die politischen Rahmenbedingungen nicht mit – schließlich könne eine Demokratie nicht so geführt werden wie ein Unternehmen, bei dem einer vorgibt, wo es langgeht. Kompromisse gehören nun mal dazu, auch wenn sie unbeliebt sind. Besonders riskant werde die Situation, weil Parteien wie die AfD schnelle Lösungen vorgaukeln und damit gerade im Mittelstand auf Anklang stoßen. Letztlich, so klingen Mattfeldt und Connemann an, gehe die Debatte am Kern der Probleme oft vorbei.

In den letzten Tagen hat sich innerhalb der CDU der Ton gegenüber Wirtschaftsvertretern verschärft, die der Partei eine zu unternehmensfeindliche Politik und mangelnde Standortattraktivität vorwerfen. Sowohl Andreas Mattfeldt als auch Gitta Connemann weisen darauf hin, dass zahlreiche Managementfehler hausgemacht sind und warnen davor, ein Zerrbild von der Lage in Deutschland zu zeichnen, das von Psychologie und Erwartungshaltungen geprägt ist. Neuere Berichte auf taz.de, FAZ.net und spiegel.de betonen zudem, dass aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen auch mit geopolitischen Unsicherheiten, hohen Energiepreisen und dem anhaltenden Fachkräftemangel zu tun haben; gleichzeitig wächst parteiübergreifend das Bewusstsein dafür, dass auch die Wirtschaft Verantwortung für Innovation und Zukunftsthemen übernehmen muss.

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