Wer in Deutschland an Speiseöl denkt, denkt meist an Rapsöl. Mit stolzen 86,5 Millionen Litern schlug es die Konkurrenz – Sonnenblumenöl kam auf etwa 63 Millionen, Olivenöl nur auf 38,6 Millionen Liter. Das ist im Grunde wenig überraschend, wenn man bedenkt, wie vielseitig dieses Öl daherkommt: Egal ob fürs Braten, Backen oder für Dressings, Rapsöl ist so etwas wie der Alleskönner im Flaschenformat. Seine stabile Position – Marktanteil ungefähr 40 Prozent – hält das Öl schon seit vielen Jahren, und das scheinbar ohne Ermüdungserscheinungen. Ernährungswissenschaftlerinnen und Ernährungsgesellschaften wie die DGE empfehlen Rapsöl wegen der günstigen Zusammensetzung: Viele ungesättigte Fettsäuren, wenig gesättigte – quasi ein kleiner Gesundheits-Booster für den Alltag.
Vielleicht noch wichtiger für manche: Die Pflanze wächst größtenteils in deutschen Feldern, also regional. Das ist, ehrlich gesagt, gerade in Zeiten, in denen Herkunft und Regionalität für viele zum Kaufargument werden, ein dickes Plus. Im Bio-Bereich liegt Rapsöl ebenfalls vorn – rund 4,5 Millionen Liter aus kontrolliert ökologischem Anbau landeten 2025 in deutschen Küchen. Insgesamt bewegen sich die Verkaufszahlen von Speiseölen kaum; 214 Millionen Liter insgesamt, fast identisch mit dem Vorjahr.
Die UFOP, immerhin das Sprachrohr der heimischen Öl- und Eiweißpflanzenbranche, freut sich über diese Entwicklungen. Die Organisation setzt sich nicht nur für Lobbyarbeit und Forschung ein, sondern will auch durch Öffentlichkeitsarbeit den Absatz heimischer Pflanzenprodukte langfristig sichern.
Kleine Anmerkung am Rande: Ungeachtet aller Zahlen, der Geschmack von Rapsöl bleibt ja sehr mild – manche sagen sogar unauffällig. Für manche vielleicht zu unaufdringlich, für andere ist gerade das aber das Entscheidende.
Rapsöl dominiert mit Abstand den deutschen Speiseölmarkt, was sowohl auf seine ernährungsphysiologischen Vorzüge als auch die heimische Produktion zurückgeführt wird. Experten betonen besonders das ausgewogene Fettsäureverhältnis und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Zusätzlich steigt die Bedeutung von Bio-Rapsöl, und der Trend zu regionalen Produkten stützt den anhaltenden Erfolg weiter. Die DGE und weitere ernährungswissenschaftliche Organisationen sprechen immer wieder Positives über Rapsöl aus, was Gesundheit und Nachhaltigkeit betrifft. Neuere Untersuchungen zeigen außerdem, dass sich Verbraucher meist für Rapsöl entscheiden, weil es als Allrounder in der Küche durch seine hohe Erhitzbarkeit und den milden Eigengeschmack überzeugt. Im internationalen Vergleich bleibt Deutschland mit seinem hohen Pro-Kopf-Konsum von Rapsöl Spitzenreiter in Europa.