Man könnte meinen, eine Infrastruktur wie das Autobahnnetz – über 13.000 Kilometer Asphalt, Stahl und Elektronik – wäre so etwas wie das Nervensystem Deutschlands. Doch jetzt kriselt es wieder einmal, und zwar ausgerechnet digital. Laut einem Bericht des Bundesrechnungshofs gibt es gravierende IT-Probleme bei der bundeseigenen Autobahn GmbH.
Marc Henrichmann von der CDU, ein Mann, der Sicherheitslücken vermutlich schon auf zehn Meter Entfernung riecht, sieht darin ein „Warnsignal“. Seiner Meinung nach liegt bei der Cybersicherheit die Latte ohnehin besonders hoch – immerhin geht es um echte Lebensadern des Landes. Er verlangt: Zuständigkeiten definieren, Standards vereinheitlichen, Verantwortung klar verteilen. Wer schlampt, riskiert immerhin den Stillstand.
Auch Johannes Schätzl von der SPD schlägt in die gleiche Kerbe und nennt die Mängel schlicht „nicht akzeptabel“. Ihm ist wichtig: Gerade die Verkehrsbranche – Stichwort Lieferengpässe, internationale Spannungen – sollte krisenfest sein, digital souverän noch dazu. Die IT muss jetzt absolute Priorität haben, fordert er.
Ungewöhnlich Einigkeit herrscht auch bei Konstantin von Notz von den Grünen: Fast täglich gäbe es neue Angriffe auf deutsche Infrastruktur, offenbar ist das Normalität geworden. Für ihn steht fest, dass daran nichts mehr „nice to have“ ist – Cybersicherheit ist Pflichtprogramm. Die Bundesregierung bekommt von ihm auch gleich noch etwas Hausaufgabe: Sie möge bitte die Missstände zeitnah beheben.
Wie es der Bundesrechnungshof sieht? Es fehlt an Koordination, Verantwortlichkeiten zerfasern, Strukturen wirken wenig durchdacht. Die Autobahn GmbH räumt die Schwächen ein und will die eigene IT-Strategie überarbeiten. Ob das reicht? Die Frage bleibt – und irgendwie klingt es nach Dauerbaustelle.
Der Bericht des Bundesrechnungshofs deckte schwerwiegende Mängel in der IT-Struktur der Autobahn GmbH auf, was erneut die Schwachstellen deutscher digitaler Infrastruktur im Verkehrssektor ins Rampenlicht rückt. Politiker aller Parteien bewerten die Lage als kritisch, vor allem angesichts der erhöhten Cyber-Bedrohungslage, die sich durch aktuelle geopolitische Entwicklungen weiter zuspitzt. Erst kürzlich wurde in mehreren Medien über ähnliche Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen berichtet, wobei die Verteidigungsfähigkeit gegen Cyberangriffe zunehmend als Frage nationaler Sicherheit diskutiert wird. Nach zusätzlicher Recherche zeigen aktuelle Nachrichten, dass ähnliche Sicherheitsprobleme auch andere Bereiche deutscher Infrastruktur betreffen, wie etwa Energieversorger oder kommunale Verwaltungen. Viele Experten fordern, die IT-Sicherheitsstandards zügig zu erhöhen und den Austausch sensibler Daten zu verschlüsseln, während die Bundesregierung unter wachsendem Druck steht, wirksame Gesetze und Kontrollen zu etablieren.