CDU-Arbeitnehmerflügel mahnt Zurückhaltung: Keine Führungsdiskussion um Merz erwünscht

Dennis Radtke, Leiter der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), ruft vor der bevorstehenden Wahl von Friedrich Merz zum CDU-Chef dazu auf, interne Führungsfragen nicht öffentlich auszubreiten. Statt Schuldzuweisungen plädiert er für Geschlossenheit.

heute 07:59 Uhr | 5 mal gelesen

„Noch so eine öffentliche Debatte über den Chef? Das braucht nun wirklich keiner in der aktuellen Lage“, findet Dennis Radtke, Chef der CDA. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland bezieht er klar Stellung: Trotz mancher Stimmen des Unmuts gegen Friedrich Merz und die Regierungskoalition, sollte die CDU gerade jetzt die Nerven behalten. Wer Frust hat, möge bitte tief durchatmen und nicht die große Bühne für Personaldebatten suchen. Radtke macht sich wenig Sorgen, dass die Vorstandswahl am Freitag eine böse Überraschung für Merz bringen könnte. Er traut der CDU mehr Disziplin zu – Revoluzzer, das wären andere, hält er seinen Parteikollegen beinahe beiläufig vor. "Wir sind nicht die Partei für impulsive Ränkespiele auf offener Bühne." Ein wenig klingt Derartiges auch nach Stoßseufzer, aber – so würden es wohl viele im Adenauer-Haus auch sehen – ein Funken Hoffnung steckt vielleicht dahinter, dass die Reihen jetzt geschlossen bleiben.

Der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels, Radtke, warnt eindringlich vor einem Führungsstreit innerhalb der CDU, während Friedrich Merz vor seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden steht. Kritik an der Regierung und Unzufriedenheit in Teilen der Partei sieht Radtke zwar, aber er fordert Disziplin und Solidarität und spricht sich klar gegen offene Personaldebatten während sensibler Phasen aus. Aktuelle Beiträge anderer Nachrichten-Websites zeigen, dass der Parteitag der CDU nicht nur von den Merz-Wahlen überschattet ist, sondern auch von Diskussionen um programmatische Richtung, sozialen Zusammenhalt und das Ringen um Profil im Vorfeld der Europawahl.

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