Windows 10 läuft aus: Praxen kämpfen mit Update-Zwang auf Windows 11

Graz – Ab Oktober 2025 ist für das beliebte Windows 10 endgültig Schluss mit Sicherheitsupdates. Überraschenderweise haben viele österreichische Arztpraxen bislang keine Maßnahmen zur Systemumstellung ergriffen. Mit jedem weiteren Tag steigt das Risiko, Hackern Tür und Tor zu öffnen – es droht ein IT-Fiasko, das mehr ist als lästige Technik: Patientendaten sind in Gefahr.

heute 09:50 Uhr | 2 mal gelesen

Es ist schon seltsam, wie ruhig alles scheint, dabei tickt die Uhr in jeder zweiten Arztpraxis wie eine Zeitbombe: Der Windows-10-Support läuft aus, und viele mögen noch immer glauben, dass das Abwarten harmlos ist. Mag. Julian Strausz, spezialisiert auf IT für medizinische Einrichtungen bei Kutschera-Datentechnik, bringt es drastisch auf den Punkt: "Entweder jetzt auf Windows 11 umsteigen – oder Cyberangriffe willkommen heißen!" Tatsächlich laden veraltete, nicht mehr abgesicherte Systeme Kriminelle beinahe ein. Wer sich vorstellt, Ransomware verschlüsselt Patientenakten, oder Termine sind auf Wochen nicht mehr verwaltbar – der spürt, wie schnell digitales Nichtstun zur echten Katastrophe werden kann: Datenschutzprobleme, Strafen, Vertrauensverlust bei Patienten. Kutschera-Datentechnik setzt gerade alles daran, den Umstieg möglichst schmerzlos zu gestalten. Der Ablauf? Erst ein kurzer Check, ob die bestehende Hardware überhaupt Windows 11 schafft. Dann – für Bestandskunden – eine Umstellung per Fernwartung, am besten natürlich, wenn keine Patienten in der Praxis sind. Neukunden bekommen den Komplettservice: Technik unter die Lupe genommen, IT und Software durchgecheckt, Schwachstellen werden gesucht und beseitigt. Der Druck wächst: Niemand hat einen Plan-B für Tage oder Wochen ohne funktionierende IT. Auch wenn in Arztpraxen oft Routine und Tagesgeschäft alles bestimmen – Ignorieren ist jetzt wirklich (wider alle Gewohnheit) keine Option mehr. "Praxisinhaber müssen handeln, keine Ausreden mehr", sagt Strausz. Und wer einmal mit den möglichen Folgen konfrontiert wurde – zum Beispiel, wenn plötzlich kein Zugriff aufs System da ist – versteht sehr schnell: Die Zeit drängt. Kutschera ruft daher dazu auf: Liefern Sie Hackern keine Vorlage, sondern bringen Sie Ihr System zügig auf den neuesten Stand.

Der Support-Stopp für Windows 10 bedroht vor allem die IT-Sicherheit tausender österreichischer Arztpraxen, die noch keine Modernisierung auf Windows 11 durchgeführt haben. Ohne regelmäßige Sicherheitsupdates werden Schwachstellen in den Systemen zu Einfallstoren für Cyberkriminelle – mit potenziell gravierenden Folgen für Patientendaten und Praxisbetrieb. Mehrere Medien haben in den letzten 48 Stunden über die kritische Lage von Unternehmen und Institutionen berichtet, die beim Wechsel auf neue Betriebssysteme zu langsam sind – und warnen eindringlich vor einem neuen "Cyberherbst". Aktuell betont die Sueddeutsche Zeitung, dass mit dem Abstellen von Updates für Windows 10 ganze Infrastrukturen weltweit ins Wanken geraten können; nicht nur Praxen, sondern auch Verwaltung und Kleinbetriebe sind massiv bedroht (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Die Zeit verweist in einem Hintergrundbericht auf die beunruhigende Zunahme von Cyberangriffen gegen kritische Infrastruktur, darunter explizit Einrichtungen im Gesundheitswesen – Experten schlagen Alarm, weil viele nach wie vor IT-Mindeststandards ignorieren (Quelle: Die Zeit). Laut t3n.de prangern IT-Experten einen "Umsetzungsstau" beim Wechsel auf Windows 11 an, auch wegen knapper IT-Ressourcen und fehlendem Bewusstsein für das enorme Risiko alter Betriebssysteme (Quelle: t3n).

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