DEKRA bringt bei UN-Gipfel in Genf V2X-Sicherheitskonzepte auf die Agenda: Politiker erleben digitale Schutzengel am Straßenrand

Stuttgart/Genf – Während der 88. Sitzung des UN-Inland Transport Committee (ITC) konnten Staatslenker und Fachleute aus der ganzen Welt die Zukunft des Straßenverkehrs förmlich anfassen: Moderne Kommunikation zwischen Fahrzeugen (V2X) wurde live demonstriert, um zu zeigen, wie Technik Ernstfälle antizipieren – und manchmal Leben retten kann. In Zusammenarbeit mit der Coalition for Cyclist Safety inszenierte DEKRA reale Gefahrenszenen und illustrierte, wie digitale Helfer schon heute Kollisionen verhindern könnten.

heute 12:29 Uhr | 3 mal gelesen

Das Inland Transport Committee (ITC) der UNECE gilt als die Schaltzentrale für Landverkehrspolitik auf UN-Ebene. Die aktuelle Jahrestagung konzentrierte sich auf die Frage, wie tech-getriebene Innovationen reguliert und eingesetzt werden sollten, um Straßenverkehr sicherer, nachhaltiger und krisenfester zu machen. Laut DEKRA-Vorstand Christoph Nolte zählen Radfahrende und Fußgänger europaweit zu den am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmern: Statistiken verzeichnen, dass innerorts mehr als die Hälfte aller tödlichen Radunfälle passieren – meist an neuralgischen Stellen wie Kreuzungen. Technologien wie V2X eröffnen hier neue Möglichkeiten, indem sie Fahrzeuge, Radler und Co. in Echtzeit miteinander vernetzen und so frühzeitig auf potenzielle Gefahren aufmerksam machen. In Genf simulierten DEKRA und Partner typische Alltagssituationen: etwa, wenn ein LKW die Sicht auf eine Kreuzung verstellt, ein PKW einen Radfahrer übersieht oder beim Abbiegen unerwartet kreuzt. Solche Momente entstehen oft ohne Vorsatz und sind kaum vermeidbar – es sei denn, technische Systeme warnen Vorschriftswidrigkeiten oder Gefahren rechtzeitig. Die 2023 ge­­gründete Coalition for Cyclist Safety vereint Branchenriesen der Mobilität und Telekommunikation, darunter Volkswagen und Bosch eBike, mit dem Ziel, V2X flächendeckend nutzbar zu machen – für die Lebensrettung in Sekundenbruchteilen. Unterstützt wird damit die globale Vision Zero, die für null Verkehrstote eintreten will. Wer an DEKRA denkt, denkt ohnehin an ein Jahrhundert Verkehrssicherheitsengagement. Daran hält das Unternehmen fest, als es in Genf an die Entscheider von morgen adressiert: Die Weichen für sichere Mobilität müssen jetzt gestellt werden – vielleicht mit ein bisschen weniger Perfektion in der Vision, aber umso mehr Menschlichkeit in der Umsetzung.

DEKRA demonstrierte auf der ITC-Tagung in Genf, wie V2X-Technik Fahrradfahrende und andere ungeschützte Menschen im Straßenverkehr künftig effektiver schützt. Im Fokus standen praxisnahe Anwendungsszenarien, in denen vernetzte Fahrzeuge frühzeitig vor Gefahrensituationen warnen und so schwere Unfälle verhindern könnten. Die Coalition for Cyclist Safety vereint Unternehmen aus den Bereichen Automobil, Telekommunikation und Technik, mit dem klaren Ziel, den Weg zur Vision Zero zu ebnen. In der aktuellen Debatte zu vernetzten Verkehrslösungen berücksichtigen Experten Probleme wie Datenschutz, technische Interoperabilität und politische Rahmenbedingungen, da V2X-Technologie von gemeinsamer Standardisierung und flächendeckender Umsetzung abhängt. Laut Süddeutscher Zeitung und FAZ stehen aktuell sowohl EU-weite regulatorische Entwicklungen als auch Investmentinitiativen zur V2X-Technologie an, um die Akzeptanz zu erhöhen und kritische Lücken – etwa bei Rad- und Fußgängerschutz – zu adressieren. Außerdem werden neue Fortschritte von Unternehmen wie DEKRA und ihren Partnern seitens Politik positiv aufgenommen und in Pilotprojekten getestet, worüber u. a. auch die Zeit und Spiegel aktuell berichten. Zusätzlich gewinnen Fahrrad- und Mikromobilitätskonzepte in der Verkehrssicherheitsdebatte spürbar an Bedeutung, insbesondere im Rahmen von Stadtentwicklungsprojekten, die künftig verstärkt auf Digitalisierung setzen.

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