Es brodelt in CDU-Kreisen: Christoph Ploß startet einen Vorstoß, der der SPD einen Strich durch die Rechnung machen soll. Nicht am Rande, sondern gleich per Initiativantrag will er festschreiben, dass die Union keine Besteuerung von Mieteinnahmen und Dividenden für die Sozialversicherung mitträgt – ein direkter Angriff auf aktuelle SPD-Ideen. Die Debatte bekam zusätzliche Schärfe durch Gesundheitsministerin Nina Warken, der vorgeworfen wurde, dem Ansatz zuzuneigen. Warken ruderte jedoch zurück: Ihre Worte dürften nicht als Zustimmung gewertet werden, sie halte den SPD-Plan „für wenig sinnvoll“. Dennoch bleibt Ploß skeptisch. Für ihn ist der SPD-Vorstoß schlichtweg unausgegoren – mehr Fragen als Antworten: Würden Beiträge tatsächlich neue Ansprüche erzeugen? Könnte jemand mit privater Krankenversicherung plötzlich Vorteile in der Gesetzlichen bekommen, durch doppelte Zahlungen? Außerdem befürchtet er, dass zusätzliche Abgaben auf Mieteinnahmen in Großstädten zu regelrechten Mietexplosionen führen könnten. "Gerade, wo die Mieten schon jetzt viele überfordern, sei der Kurs der politischen Linken sozial ein Eigentor“, so Ploß. All das sorgt für echte Lagerbildung bei der CDU, und ehrlich gesagt – es wirkt fast, als ginge es mehr um das Prinzip als um die konkrete Steuerfrage.
Im Kern ringt die CDU derzeit mit einem Vorstoß von Christoph Ploß, der sich vehement gegen Pläne der SPD wendet, Sozialversicherungsbeiträge auf Mieteinnahmen und Dividenden einzuführen. Die Debatte spiegelt nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Spannungen wider, insbesondere angesichts der Mietpreisentwicklung in deutschen Großstädten. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken musste ihre Haltung klarstellen, nachdem sie zuvor für Irritationen bezüglich einer möglichen Positionierung der CDU gesorgt hatte. Die Frage, ob Sozialversicherungsbeiträge auf Kapitaleinkünfte Ansprüche auf gesetzliche Leistungen erbringen, ist weiterhin ungeklärt und sorgt für Verunsicherung, sowohl politisch als auch gesellschaftlich. Laut eines aktuellen Artikels in der „FAZ“ verstärkt dieser Streit innerhalb der Partei die Unsicherheit über die künftige Sozial- und Steuerpolitik der CDU. Recherchen zeigen, dass das Thema auch außerhalb der Partei auf Resonanz stößt: In der „Süddeutschen Zeitung“ wird die Sorge aus SPD-Kreisen berichtet, dass eine Blockadehaltung der CDU soziale Reformvorhaben erschweren könnte. Außerdem warnt „Deutschlandfunk“ davor, dass gerade in Zeiten der Inflationsängste steuer- und sozialpolitische Manöver schnell zu gesellschaftlicher Polarisierung führen.