Mit sichtlicher Betroffenheit äußerte sich König Charles III. zur brisanten Entwicklung rund um seinen Bruder Andrew. Die Nachricht von Andrews Festnahme habe ihn sehr beunruhigt, ließ der Monarch am Donnerstag mitteilen. Trotzdem sei es jetzt von größter Bedeutung, dass die zuständigen Institutionen in Ruhe ihren Ermittlungen nachgehen könnten. Charles legte Wert darauf zu betonen, dass der ohnehin unter Beobachtung stehenden Justiz der volle Rückhalt des Königshauses sicher sei – keine Selbstverständlichkeit in einer Zeit, in der Stars und Adelige gelegentlich meinen, über dem Gesetz zu stehen. 'Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen', stellte der König klar. Mehr wolle und dürfe er zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Für ihn und seine Familie stehe außer Frage, auch während dieses Sturms weiterhin ihre Aufgaben im Dienst fürs Gemeinwohl auszuführen. Die Öffentlichkeit dürfe zumindest darauf vertrauen, dass auch im Palast keineswegs Schweigen oder Vertuschung herrsche – was vielleicht nicht immer selbstverständlich gewesen ist.
König Charles III. hat mit einer knappen, aber eindeutigen öffentlichen Stellungnahme in der Epstein-Affäre um Prinz Andrew aufhorchen lassen und die Bedeutung eines transparenten Ermittlungsverfahrens hervorgehoben. Die britische Monarchie betont damit überraschend klar ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Behörden, was im krisengeschüttelten Verhältnis zwischen Adel und Öffentlichkeit ein wichtiges Zeichen ist. In neueren Analysen internationaler Medien wird Charles' Ansatz, Distanz und Loyalität zu verbinden und damit das ohnehin fragile Ansehen der Royals zu schützen, als vorsichtiger Balanceakt gewertet. Laut Berichten, etwa im Guardian und bei der BBC, wächst auch im britischen Unterhaus der Druck, alte Privilegien der Adeligen zugunsten transparenter Justizverfahren abzubauen. Wie schwierig dieses Terrain für die Monarchie ist, zeigt sich an den scharfen Reaktionen besonders progressiver Stimmen, die nun echte Konsequenzen statt bloßer Rhetorik fordern.