Polenz mahnt: Keine Bühne für potenzielle Merz-Nachfolger

CDU-Urgestein Ruprecht Polenz betrachtet die jüngsten Aussagen von Friedrich Merz als unmissverständliche Botschaft an politische Rivalen: Ein vorschnelles Ringen um die Merkel-Nachfolge tue dem Land momentan alles andere als gut.

heute 12:00 Uhr | 2 mal gelesen

Im Gespräch mit der 'Rheinischen Post' gab Ruprecht Polenz zu bedenken, man solle derzeit tunlichst vermeiden, dass Ambitionen möglicher Merz-Nachfolger zur Schau getragen werden – besonders, da ohnehin Gerüchte über Führungsdiskussionen innerhalb der CDU zirkulieren. Dass Friedrich Merz öffentlich und deutlich seine Absicht verlängert hat, weiterhin an der Parteispitze zu bleiben, bewertet Polenz als notwendigen Schritt. Angesichts ehrlicherweise bedrohlicher außenpolitischer Lagen sollte politische Stabilität das Gebot der Stunde sein. Merz wolle mit seiner Ansage jedwedes 'Schaulaufen' oder gar Machtspieligkeiten im Keim ersticken; es sei schlicht „weder die Zeit noch der Ort“ für solche Spekulationen. Merz selbst hatte bei einem CDU-Treffen in Trier betont, dass er noch lange nicht an Rückzug denkt – nicht zuletzt mit Verweis auf die bewundernswerte Langlebigkeit seines Vaters. Übrigens: Ein Funken Selbstironie schwang wohl auch mit, denn der CDU-Chef würde viele seiner Kritiker glatt überholen, sollte er das Amtsende seines Vaters als Maßstab nehmen. Unterm Strich: Die Union bleibt (vorerst) auf Linie.

Ruprecht Polenz sprach sich angesichts der aktuellen politischen Lage und innerparteilicher Unruhe für eine klare Linie und gegen öffentliche Machtspiele in der CDU aus. Die jüngste Äußerung von Friedrich Merz, die seinen Führungsanspruch unterstreicht, soll beruhigend auf die Partei wirken und vor allem Stabilität demonstrieren – gerade in unsicheren Zeiten. Weiterführend zeigen aktuelle Diskussionen und Kommentare in deutschen Medien, dass das Thema Führungswechsel in der Union durchaus brodelt, Merz sich aber vorerst klar positioniert und damit die Union auf Konsens und Kontinuität verpflichtet. Darüber hinaus wird in der Presselandschaft häufig betont, wie wichtig es für die Partei ist, nach außen hin Geschlossenheit zu wahren, um ihr Profil gegenüber den politischen Mitbewerbern – insbesondere angesichts wachsender Herausforderungen sowohl im Inland als auch international – nicht weiter zu schwächen. Auch tauchen in den aktuellen Medienberichten weiterhin Spekulationen über eine mögliche Nachfolge auf, wobei Insider und Beobachter die Unruhe innerhalb der CDU durchaus kritisch sehen. Merz' persönliche Note – sein Hinweis auf das lange Leben seines Vaters – wurde zudem vereinzelt als Versuch gewertet, Führungsansprüche subtil humorvoll und doch bestimmt zurückzuweisen.

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