Marken im Strom der Beliebigkeit: Wie KI und Canva unsere Einzigartigkeit verwässern

In Passau macht man sich Gedanken über die neue Uniformität im Marken-Design: Wo früher individuelle Gestaltung das Bild bestimmte, führen heute KI-basierte Tools und Plattformen wie Canva zu einem glatten, aber austauschbaren Marketing-Erscheinungsbild. Der schnelle Zugriff auf professionelle Designs kaschiert dabei ein grundsätzliches Problem – den Verlust an echter Markenidentität. Wie lässt sich dieser Trend bremsen, und was können Unternehmen tun, um wieder aufzufallen?

heute 11:40 Uhr | 2 mal gelesen

Es ist noch nicht lange her, da bedeutete Markenauftritt: viele Korrekturschleifen, stundenlange Abstimmungsrunden und ein oftmals teures Design-Resultat. Heutzutage reichen wenige Klicks in Canva oder ein KI-Kommando, um scheinbar makellose Kampagnen aus dem Hut zu zaubern. Doch statt Bewunderung erntet diese Effizienz oft nur Schulterzucken – alles sieht frisch aus, alles wirkt sauber, aber kaum etwas bleibt hängen. Marken verschwimmen wie Wasserfarben im Regen. Konstantin Katsikis von KWADRAT bringt es auf den Punkt: Noch nie war „Perfektion“ so einfach – und so belanglos. Der Knackpunkt liegt dabei weniger bei der Kreativität selbst, als bei den Strukturen im Hintergrund: Wo alles auf Schnelligkeit und Automatisierung ausgerichtet ist, bleibt die Frage nach dem ‘Warum’ auf der Strecke. Es werden Vorlagen und Best Practices inflationär genutzt, ohne dass jemand fragt: Passt das wirklich zu uns? Besonders künstliche Intelligenz bringt oft den Mittelwert nach vorne – hübsch, gefällig, unverbindlich. Wer’s allen recht machen will, wird schnell unsichtbar. Guter Markenauftritt braucht Haltung – das wird leicht übersehen. Einheitliche Gestaltung gilt als professionell, doch echte Wirkung entsteht nur durch mutige Entscheidungen und klare Schwerpunkte. Nicht überall mitspielen, sondern gezielt Kanten zeigen und auch mal etwas Unerwartetes wagen. Das erfordert übrigens auch mal Mut zum Auslassen: Statt jede Ecke mit Slogans zuzukleistern, einfach gezielt Akzente setzen. Konsistenz ist eben weniger eine Frage von Vorlagen als von Prinzipien. KI kann dabei helfen, aber Führung und Tonalität bleiben Chefsache. Wollen Sie mehr als bloß mit schwimmen? KWADRAT weiß, wie Marken wieder unverwechselbar werden. Kontaktieren Sie die Agentur oder lesen Sie weiter unter https://kwadrat.de.

Markenauftritte verschmelzen zunehmend zu einem Einheitsbrei, bedingt durch KI- und Vorlagen-Tools, die zwar Effizienz liefern, aber oft an Charakter einbüßen. Am Kern krankt es nicht an fehlender Kreativität, sondern daran, dass klare Werte und mutige, individuelle Entscheidungen bei der Kommunikation fehlen. Viele Marken verwechseln Effizienz mit Wirkung und Einheitlichkeit mit Professionalität, doch entscheidend für Wiedererkennbarkeit ist ein klares Selbstverständnis und eine bewusste, mutige Kommunikation, bei der KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für Haltung dient. Erweiterte Recherche: 1. Die Süddeutsche Zeitung beleuchtet die zunehmende Vereinheitlichung im Marketing: Trotz technischer Möglichkeiten kritisieren Experten, dass der Wiedererkennungswert leidet und immer mehr Unternehmen ihre Marke verwässern, indem sie auf die gleichen Designelemente und Slogans setzen. Die Autoren fordern, dass Unternehmen sich auf ihre Wurzeln zurückbesinnen und bewusster gestalten. (Quelle: Süddeutsche Zeitung) 2. Die Zeit beschreibt den neuen Trend, Künstliche Intelligenz als kreativen Sparringspartner einzusetzen, warnt aber vor der Gefahr, dass dadurch vielfach Mut und Originalität verlorengehen, da KI auf bestehenden Mainstream-Mustern aufbaut. Unternehmen sollten KI gezielt als Werkzeug nutzen, aber beim Storytelling auf individuelle Handschrift setzen. (Quelle: Zeit Online) 3. Spiegel Online berichtet aktuell über mehrere Werbeagenturen, die gezielt mit analogen, handgemachten Kampagnen gegen den Einheitslook digitaler Tools vorgehen. Die Rückkehr zu ‚echten‘, unperfekten Designs zahlt sich laut Branchenstimmen besonders dort aus, wo Aufmerksamkeit und Persönlichkeit wichtiger sind als makellose Oberflächen. (Quelle: Spiegel Online)

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