Mandeln: Kleine Kraftpakete für Bewegung und Wohlbefinden – was steckt dahinter?

Hamburg – Frische Studien zeigen: Mandeln gehen weit über den Status eines Snacks hinaus. Sie fördern Regeneration nach dem Sport und stärken das Herz – es sind die kleinen Veränderungen im Alltag, die auf Dauer Großes bewirken.

heute 13:22 Uhr | 4 mal gelesen

Jahr für Jahr die gleichen Vorsätze: fitte werden, gesünder essen, ein bisschen mehr auf sich achten. Doch die Trends haben sich gedreht. Statt sich strikten Diäten oder verrückten Fitness-Hypes zu unterwerfen, setzen viele Menschen inzwischen auf machbare Routinen und auf echte Selbstfürsorge im Alltag. Bewegung, Erholung, Ernährung – dieses Trio ist der Schlüssel, und neuerdings haben die Mandeln darin einen festen Platz. Was mich an diesem Hype verwundert: Sie sind wirklich klassisch und alltäglich. Dennoch rücken Wissenschaftler sie zunehmend ins Rampenlicht.

Mandeln und Regeneration: Warum wir öfter snacken sollten
Wer sich nach längerer Pause wieder aufs Laufband schwingt oder überhaupt mehr Bewegung in sein Leben bringen will, kennt das Problem. Der Muskelkater lässt grüßen – und manchmal auch der innere Schweinehund. In einer aktuellen Studie (Frontiers in Nutrition, Anfang 2024) aßen leicht übergewichtige Erwachsene acht Wochen lang entweder Mandeln oder einen vergleichbaren Snack. Anschließend mussten sie ihre Muskeln beim Bergablaufen ordentlich fordern. Die Überraschung: Die "Mandel-Gruppe" empfand Muskelkater offenbar als weniger stark – ein Detail, das Training auf lange Sicht einfacher macht.

Dr. Oliver C. Witard (King’s College London) bringt es auf den Punkt: "Neue Trainingsroutinen durchzuhalten, ist eine echte Herausforderung. Unsere Ergebnisse machen Hoffnung, dass Mandeln für Einsteiger ein entscheidender Motivations-Booster sein könnten." Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet ein Snack beim Dranbleiben hilft.

Mandeln – Allrounder für den Stoffwechsel?
Das alles klingt zuerst wie ein Tipp von Food-Influencern, aber auch renommierte Fachleute bescheinigen Mandeln positive Wirkungen auf Herz und Stoffwechsel. In einem internationalen Konsenspapier (Current Developments in Nutrition, 2025) bestätigen Experten nach Auswertung jahrzehntelanger Beobachtungen die Vorteile: Wer regelmäßig Mandeln nascht, unterstützt sein Herz-Kreislauf- und Stoffwechselsystem.
Mich überrascht die Klarheit dieses Befunds – schlichte Mandeln statt teurer Gesundheitsprodukte. In einer Zeit, in der ständig neue Superfoods aufpoppen und wieder verschwinden, ist das fast schon erfrischend altmodisch.

Klar können Mandeln keine Wunder vollbringen — aber sie sind definitiv ein Baustein, der Alltag und Gesundheit auf entspannte Weise zusammenbringt.

Mandeln gelten laut aktuellen wissenschaftlichen Studien als sinnvolle Ergänzung für einen gesunden und aktiven Lebensstil. Forscher haben herausgefunden, dass ihr regelmäßiger Verzehr Muskelkater nach dem Training lindern und die Motivation zur kontinuierlichen Bewegung stärken kann. Darüber hinaus weisen mehrere Studien wie das internationale Konsenspapier darauf hin, dass Mandeln zur Unterstützung der kardiometabolischen Gesundheit beitragen können – etwa zur Verbesserung der Blutzuckerregulation und zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Interessant ist, dass Mandeln aufgrund ihres Nährstoffprofils mit Proteinen, gesunden Fetten, Magnesium und Vitamin E auch länger sättigen, die Leistungsfähigkeit fördern und Heißhunger vorbeugen können. Neuere Analysen, veröffentlicht u.a. bei der Deutschen Welle und der Süddeutschen Zeitung, betonen außerdem, dass Mandeln gerade bei Menschen mit erhöhtem Risiko für Diabetes und Herzkrankheiten zu messbaren Verbesserungen führen können und in der Ernährung flexibler eingesetzt werden können als viele Spezialprodukte (z. B. für Backwaren, Müslis oder als Topping im Salat).

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