Obwohl die Lichter auf dem Essener Burgplatz längst erloschen sind, reißt die Resonanz auf das 'WDR 2 Weihnachtswunder' nicht ab. Noch immer erreichen die Redaktion uneingeschränkt zustimmende Botschaften und Feedbacks – ein deutlicher Hinweis darauf, dass in einer Welt, in der Bildschirme oft menschliche Nähe ersetzen, das Bedürfnis nach echtem Miteinander weiter wächst. Wie WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau betont, ist gemeinsames Handeln heute kostbarer denn je. Im Herzen des Events stand nicht nur ein festlich geschmücktes Glashaus, sondern vor allem das Gefühl, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Spenderinnen und Spender standen Schlange, um ihren Beitrag zu leisten, lauschten dabei Live-Musik und Gesprächen, manchmal begleitet vom Knistern gesellschaftlicher Themen. Der Radiosender WDR 2 berichtete fortlaufend über die vielseitigen, teilweise eigenwillig einfallsreichen Aktionen und vermittelte so die inspirierende Kraft, die in Gemeinschaft schlummert. Wer die emotionalen Momente noch einmal erleben möchte, wird ebenso fündig wie jene, die neugierig aufs nächste Jahr warten – sämtliche Infos sowie einen bewegenden Rückblick bietet die Homepage des WDR 2 Weihnachtswunders. In den vergangenen Jahren zog das Event quer durch NRW und wurde so zu einer festen Größe der Vorweihnachtszeit.
Das 'WDR 2 Weihnachtswunder' ist inzwischen zu einer festen Tradition in Nordrhein-Westfalen geworden – mehr als ein bloßes Spenden-Event, vielmehr ein symbolträchtiges Zusammenkommen unterschiedlichster Menschen. Die Rekordsumme von 18,6 Millionen Euro unterstützt sowohl Hilfsprojekte im In- und Ausland als auch die Arbeit der 'Tafel NRW', die tagtäglich vielen Bedürftigen konkret hilft. Auffallend ist dabei, wie sehr eine solche Veranstaltung den Wunsch nach Nähe, Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit widerspiegelt – vielleicht auch als Reaktion auf eine zunehmend digitalisierte, manchmal entfremdete Gesellschaft.
Laut aktueller Berichterstattung ist das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit in NRW weiterhin erstaunlich groß, insbesondere angesichts der Herausforderungen der Gegenwart von Armut und sozialer Isolierung (ausführlich auf taz.de und zeit.de beschrieben). Der Erfolg des 'Weihnachtswunders' spiegelt einen gesellschaftlichen Trend: Lokales Engagement wird mehr denn je als wirksames Gegenmittel zu gesellschaftlicher Kälte empfunden, während der direkte Austausch im analogen Raum einen besonderen Stellenwert gewinnt. Auch blicken viele Menschen nach dem Event mit Hoffnung und Zuversicht auf die kommenden Aktionen, wie etwa den angekündigten neuen Veranstaltungsort und geplante Erweiterungen des Formats.